Karneios (altgriechisch Κάρνειος Kárneios, deutsch ‚Widder‘) war ein Gott der Dorer oder der Einwohner des Peloponnes. Nach einem Gedicht der Praxilla galt er als der Sohn des Zeus und der Europa und wurde von Apollon und Leto aufgezogen. Später verschmolz er mit Apollon zu Apollon Karneios.
Apollon Karneios wurde in Griechenland in Sparta, Sikyon, auf Thera und Kos verehrt, aber auch in den Kolonien Magna Graecia und Kyrene. In Sparta wurden die Karneen im Monat Karneios (August) eines jeden Jahres durchgeführt. Pausanias berichtet von Heiligtümern in Sikyon, Sparta, Gythion, Las, Kardamyli und Pharai. Tönnies vermutete ihn auch als die noch vor dem Zeus Ammon verehrte Gottheit im nordafrikanischen Siwa. Bei Andania in Messenien lag der Karnasische Hain und auch bei arkadischen Megalopolis gab es Karnasien (Singular: Karnasion oder Karnasium). Hierbei handelt es sich um einen dem Apollon Karneios heiligen Hain.
Eitrem sieht den Gott als „vor-dorisch“ an.
Über den Ursprung des Kultes gibt es verschiedene Mythen: