Kaspar Faber, auch Caspar Faber (* 31. März 1730 in Langenzenn; † 1784 in Stein bei Nürnberg) war ein deutscher Unternehmer. Auf ihn geht die Gründung des bekannten Schreibwarenunternehmens Faber-Castell zurück.
Nach der Schule absolvierte Faber eine Ausbildung zum Schreiner. 1758 traf er, von Langenzenn kommend, in der Gemeinde Stein bei Nürnberg ein. Im gleichen Jahr wurde sein Sohn Anton Wilhelm geboren.
Zwei Jahre später ließ er sich hier als Schreiner endgültig nieder und eröffnete 1761 eine kleine Werkstatt, in der er „Bleyweißstefften“ herstellte; ein seinerzeit typischer Tätigkeitsbereich des Schreinerhandwerks. Bestrebungen, das Bleistiftmachen zu einem eigenen zunftgerechten Handwerk zu erheben, scheiterten an der fehlenden Genehmigung des Nürnberger Rugsamtes, das die Gewerbe in der Reichsstadt und ihrem Umland beaufsichtigte.
Damit diese Stifte, ursprünglich aus reinem Graphit, nicht so leicht bröckelten und brachen, unternahm Faber um 1771 die ersten Versuche mit gemahlenem Graphit, den er mit Schwefel, Antimon und bindenden Harzen vermengte. Von der in Nürnberg schon längst bekannten Technik, die Schreibstifte in Holzstäbe einzuleimen, machte er jedoch noch keinen Gebrauch.
Zu seiner Lebzeit verlief die Produktion noch in kleinem Maßstab. Mit seinem kleinen Handwerksbetrieb legte er den Grundstein für eine Bleistiftfabrikation, die sein Urenkel in der Mitte des 19. Jahrhunderts zur Weltmarke führte.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Faber, Kaspar |
| ALTERNATIVNAMEN | Faber, Caspar |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Unternehmer |
| GEBURTSDATUM | 31. März 1730 |
| GEBURTSORT | Langenzenn |
| STERBEDATUM | 1784 |
| STERBEORT | Stein bei Nürnberg |