

Kaspar Weiler (* 1506; † 27. Mai 1580) war ein bayerischer Patrizier.
Weiler gehörte u. a. auch als „innerer Rat zu München“ zu den Münchner Patriziern, wie Pütrich, Ligsalz, Katzmair, Barth oder Dichtl, die im 15. und 16. Jahrhundert an den Seen im Voralpenland ihre Schlösser anlegten, um sich im Sommer die Zeit mit Jagden und Bootsfahrten zu vertreiben.
Im frühen 16. Jahrhundert ließ sich Weiler auf dem Besitztum in Garatshausen am Starnberger See, den sein Großvater Hans Weiler von Herzog Albrecht IV. erhalten hatte, ein kleines Hofmarkschloss errichten und erhielt 1565 dort und in Feldafing von Herzog Albrecht V. die Hofmaksgerechtigkeit mit der niederen Gerichtsbarkeit. 1566 erhielt er auch für seine Besitztümer in Wieling und Königswiesen die Hofmarksfreiheit und die „Gerechtigkeit“ mit „Scharwerk, Strafen, Steuer und Rais (Musterungsrecht)“ sowie die Zehntrechte.
In der katholischen Pfarrkirche St. Benedikt in Gauting erinnert noch ein von Weiler 1551 gestiftetes Glasgemälde an die Bedeutung der Patrizierfamilie für das Würmtal. Kaspar Weilers Grabstein befindet sich in der Münchner Frauenkirche. Ein Epitaph der Familie Weiler findet sich in der alten Pfarrkirche St. Peter und Paul in Feldafing.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Weiler, Kaspar |
| KURZBESCHREIBUNG | bayerischer Patrizier |
| GEBURTSDATUM | 1506 |
| STERBEDATUM | 27. Mai 1580 |