Flughafen Kopenhagen-Kastrup

Københavns Lufthavn
Der Flughafen aus der Luft
Kopenhagen-Kastrup (Hovedstaden)
Kopenhagen-Kastrup (Hovedstaden)
Kopenhagen-Kastrup
Lokalisierung von Hovedstaden in Dänemark
Kenndaten
ICAO-Code EKCH
IATA-Code CPH
Koordinaten 55° 37′ 5″ N, 12° 39′ 21″ OKoordinaten: 55° 37′ 5″ N, 12° 39′ 21″ O
Höhe über MSL 5 m (17 ft)
Verkehrsanbindung
Entfernung vom Stadtzentrum 8 km südlich von Kopenhagen
Straße E20
Bahn Bahnhof Københavns Lufthavn, Kastrup
Nahverkehr Bahnhof Lufthavnen
Basisdaten
Eröffnung 20. April 1925
Betreiber Københavns Lufthavne A/S
Fläche 1100 ha
Terminals 2
Passagiere 32.433.694 (2025)
Luftfracht 223.243 t (2020)
Flug-
bewegungen
256.737 (2025)
Beschäftigte 23.000 (2016)
Start- und Landebahnen
04R/22L 3302 m × 45 m Asphalt
04L/22R 3571 m × 45 m Asphalt
12/30 2800 m × 45 m Asphalt/Beton
Webseite
cph.dk



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Flughafendiagramm

Der Flughafen Kopenhagen-Kastrup [ˈkasdʀob] (dänisch Københavns Lufthavn, IATA-Code: CPH, ICAO-Code: EKCH) im Tårnbyer Ortsteil Kastrup ist der internationale Verkehrsflughafen der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Er war mit über 30 Millionen Passagieren im Jahr 2019 der größte Flughafen Skandinaviens und dient als Drehkreuz für SAS Scandinavian Airlines sowie als Basis für Norwegian Air Shuttle und weiterer Gesellschaften.

Geschichte

Der Flughafen Kopenhagen wurde am 20. April 1925 als einer der ersten privaten Flughäfen der Welt noch mit einer Graspiste als Start- und Landebahn eröffnet. Bereits im Jahr 1932 erfolgten hier insgesamt 6000 Starts und Landungen. 1939 wurde das von Vilhelm Lauritzen entworfene neue Terminal fertiggestellt und eröffnet.

Während des Zweiten Weltkrieges nutzte nach der Besetzung Dänemarks durch die deutsche Wehrmacht die deutsche Luftwaffe den Flugplatz ab Frühjahr 1940 als Fliegerhorst. Kastrup war ab April 1941 Hauptbasis der Blindflugschule 4 und ab September 1944 lagen hier zusätzlich die Ju 88G der I. Gruppe des Nachtjagdgeschwaders 7 (I./NJG 7) bzw. nach Umbenennung eines Teils der IV. Gruppe des Nachtjagdgeschwaders 2 (IV./NJG 2). Im Februar 1945 endete der Flugbetrieb im Wesentlichen, in den letzten Kriegsmonaten war der Flughafen jedoch Ziel von Evakuierungsflügen aus Ostpreußen und dem Baltikum.

Nach Kriegsende

Nach der Kapitulation Deutschlands im Mai 1945 übernahm zunächst die britische Royal Air Force; der Flugplatz von ihr als Advanced Landing Ground ALG B-160 bezeichnet. Sie stationierte hier von Juni bis September ihr 122. Geschwader, das mit bis zu fünf Staffeln Hawker Tempest V und Hawker Typhoon IB-Jagdbombern ausgerüstet war.

Im Jahr 1948 zählte der Flughafen bereits 150 Starts und Landungen sowie 3.000 Passagiere täglich, im Jahr 1956 wurden erstmals eine Million Passagiere abgefertigt und der Flughafen zum weltweit besten gekürt.

Am 10. Mai 1960 wurde das neue Terminal 2 eingeweiht, im selben Jahr wurde der neue Tower fertiggestellt.

Im Jahr 1982 wurde der neue Frachtbereich eröffnet, 1986 folgte ein Parkhaus für 2.400 Fahrzeuge.

Im Jahr 2000 wurden über 20 Millionen Passagiere abgefertigt, im selben Jahr wurde nahe dem Flughafen mit der Öresundverbindung die erste feste Auto- und Zugverbindung nach Schweden fertiggestellt. 2001 eröffnete Hilton ein Luxushotel mit 382 Betten auf dem Flughafengelände und man zählte insgesamt 267.000 Starts und Landungen.

Im September 2007 wurde der Flughafen an die Linie M2 der Metro Kopenhagen angebunden.

Infrastruktur

Außenansicht von Terminal 3
Der Flughafenbahnhof.

Das 11 km² große Areal des Flughafens teilt sich in fünf Bereiche:

Abfertigungsgebäude

Der Flughafen Kopenhagen verfügt derzeit über zwei Terminals, die unter anderem etwa 50 Ladengeschäfte, 15 Restaurants und Bars sowie mehrere Flughafenlounges und Konferenzbereiche bieten.

Terminal 1

In diesem Terminal wurden bis 2015 die Inlandsflüge abgefertigt. Von hier wurden die Insel Bornholm und Jütland angeflogen. Grönland und die Färöer-Inseln, die beide autonomer Bestandteil des Königreichs Dänemark sind, wurden nicht von diesem Terminal aus angeflogen, sondern von Terminal 2/3. Seit der Schließung des Terminal 1 im Jahre 2015 werden sowohl Inlands- als auch Auslandsflüge von den Terminals 2 und 3 aus abgefertigt.

Einer der früheren Eingänge zum seit 2015 stillgelegten Terminal 1

Terminal 2 und 3

Hier wird der nationale und internationale Flugverkehr abgefertigt. Kopenhagen ist im nordeuropäischen Raum der größte Umschlag- und Knotenpunkt.

Lage und Verkehrsanbindung

Der Flughafen liegt im Ortsteil Kastrup der Kopenhagener Vorstadt Tårnby in der gleichnamigen Kommune und befindet sich etwa acht Kilometer vom Stadtzentrum von Kopenhagen entfernt an der Ostküste der Insel Amager, unmittelbar südlich der Autobahn und der Eisenbahnstrecke, die zur Öresundverbindung führen. Eben wegen des Flughafens ist die Öresundverbindung in ihrem westlichen Teil als Tunnel ausgeführt, der direkt am Flughafen beginnt. Aus Sicherheitsgründen wird von der Flugsicherung eine Landebahn gesperrt, wenn Schiffe im Drogden-Sund mit einer Höhe über 30 Meter angekündigt sind, da die Anflugbahn der Flugzeuge sehr tief über dem Wasser des Sundes liegt.

Der Flughafen hat mit dem Bahnhof Københavns Lufthavn einen direkten Anschluss an die Öresundverbindung. Durch die Zugverbindung nach Schweden stellt der Flughafen nicht nur einen großen Knotenpunkt für den skandinavischen Luftverkehr dar, sondern ist auch eine wichtige Stelle für die dänisch-schwedische Verkehrsanbindung. Mit der Station Lufthavnen ist der Flughafen ebenso an das Metro-System der dänischen Hauptstadt angebunden.

Mit dem Zug erreicht man den Flughafen in fünf Stunden von Stockholm, 3,5 Stunden von Göteborg und Aarhus bis zum Terminal 3. Von Malmö benötigt er sogar nur 20 Minuten und zwölf Minuten vom Zentrum Kopenhagens. Die Entfernung vom Bahnhof bis zu den Check-in-Schaltern beträgt lediglich etwa 100 Meter.

Fluggesellschaften und Ziele

Von Kopenhagen werden über 102 nationale und internationale Flugziele bedient. Darunter finden sich Ziele sowohl in Europa als auch in Nordamerika, Afrika und Asien.

Im deutschsprachigen Raum werden Basel, Berlin Brandenburg, Düsseldorf, Frankfurt, Genf, Hannover, Hamburg, Köln/Bonn, München, Salzburg, Stuttgart, Wien und Zürich angeflogen.

Verkehrszahlen

Quellen: Copenhagen Airports A/S
Flughafen Kopenhagen-Kastrup – Verkehrszahlen 1997–2024
Jahr Passagierzahlen Luftfracht (Tonnen) Flugbewegungen
NationalInternationalGesamt
20241.126.84928.755.70429.882.553240.680
20231.198.62425.566.82226.765.446227.343
20221.226.34320.916.79222.143.135202.232
2021850.8538.328.8019.179.654109.925
2020607.3206.918.1217.525.441223.24398.239
20191.487.93228.768.77130.256.703345.296263.411
20181.586.72828.711.80330.298.531266.096
20171.611.36927.566.46429.177.833259.243
20162.028.51427.014.77329.043.287423.042265.784
20151.915.52824.694.80426.610.332372.748254.838
20141.946.79023.680.30325.627.093390.210251.799
20131.902.65222.164.37824.067.030360.990244.942
20121.935.13321.401.05423.336.187354.270242.992
20112.401.26520.324.25222.725.517332.877253.762
20102.450.58019.051.17021.501.750309.236245.640
20092.014.93317.700.51819.715.451312.179236.172
2008--21.530.016-264.101
2007--21.409.526-257.591
2006--20.877.496-258.356
2005--19.981.872-268.655
2004--19.034.585-272.518
2003--17.714.007-259.002
2002--18.272.173-266.894
2001--18.136.274-288.739
2000--18.119.752-303.713
1999--17.050.629-298.533
1998--16.368.038-280.788
1997--16.623.404-283.621

Zwischenfälle

Sonstiges

Imbissstand Flyvergrillen, Treffpunkt von Flugzeugspottern (2007)

Literatur

Commons: Københavns Lufthavn – Album mit Bildern

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 AIP Denmark – AD 2 EKCH Copenhagen/Kastrup. (PDF; 2,9 MB) Aerodrome Data; Blatt vom 19.03.2026. In: aim.naviair.dk. Naviair, abgerufen am 9. September 2026 (englisch).
  2. 1 2 3 4 Record year for Copenhagen Airport. CPH.dk, 7. Januar 2026, abgerufen am 15. Januar 2026 (englisch).
  3. 1 2 3 4 Publications. CPH.dk, archiviert vom Original (nicht mehr online verfügbar) am 5. Dezember 2021; abgerufen am 13. Februar 2022 (englisch).  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  4. ↑ The Air Force Engineer. Army Air Forces Engineer Command, MTO (Prov). Multiple editions. 1943–1945 (Pamphlet from USAFHRA) (englisch)
  5. 1 2 Key Facts & Figures 2019. CPH.dk, abgerufen am 13. Februar 2022 (englisch).
  6. ↑ Schiffsverkehr in der Ostsee – Ein Schiff wird untergehen, Badische Zeitung, 10. November 2012, abgerufen am 13. Juni 2016.
  7. ↑ Route map. CPH.dk, abgerufen am 13. Februar 2022 (englisch).
  8. 1 2 CPH traffic: Growth in summer and autumn promises a brighter outlook for 2022. CPH.dk, 12. Januar 2022, abgerufen am 13. Februar 2022 (englisch).
  9. ↑ Joe Baugher: USAF Serials, 42-107067 (Memento des Originals vom 8. Dezember 2011 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (englisch), abgerufen am 4. Dezember 2017.
  10. ↑ Unfallbericht B-17 OY-DFE, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 4. Dezember 2017.
  11. ↑ Air-Britain Archive: Casualty compendium part 43 (englisch), Dezember 1991, S. 91/107.
  12. ↑ Unfallbericht DC-3 F-BAOB, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 7. Dezember 2017.
  13. ↑ Air-Britain Archive: Casualty compendium part 45 (englisch), Juni 1992, S. 53.
  14. ↑ Unfallbericht DC-3 PH-TCR, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 23. November 2017.
  15. ↑ Unfallbericht Viking 1B OY-DLI, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 1. Dezember 2017.
  16. ↑ Unfallbericht Viking 1B OY-DLU, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 23. November 2017.
  17. ↑ Unfallbericht IL-14 СССР-L1874, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 30. November 2017.
  18. ↑ Unfallbericht Viscount 802 G-AOHP, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 10. Dezember 2018.
  19. ↑ Unfallbericht DC-6B OY-EAP, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 24. Oktober 2018.
  20. ↑ Flugunfalldaten und -bericht DC-3 OY-DNP im Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 27. Januar 2023.
  21. ↑ Unfallbericht IL-18 HA-MOC, Aviation Safety Network (englisch), abgerufen am 9. August 2021.
  22. ↑ Flugunfalldaten und -bericht B-720 OY-DSR im Aviation Safety Network (englisch)