Katastervermessung

Bei einer Katastervermessung werden Flurstücksgrenzen überprüft und festgelegt, neue Flurstücke gebildet, Gebäude eingemessen oder Nutzungsgrenzen erfasst. In Deutschland gibt es wie in anderen europäischen Ländern ein Liegenschaftskataster, das sämtliche Flurstücke enthält. Ein Grundstück ist hierbei über das Grundbuch definiert und kann aus mehreren Flurstücken bestehen. Katastervermessungen sind hoheitliche Vermessungen, die je nach Bundesland nur von Katasterbehörden (Vermessungsämter), Öffentlich bestellten Vermessungsingenieuren und von Flurbereinigungsbehörden sowie anderen Vermessungstellen durchgeführt werden dürfen.

Einteilung der Katastervermessungen

In Deutschland gibt es verschiedene Möglichkeiten Katastervermessungen einzuteilen. Nach dem Anlass der Vermessungen werden Katastervermessungen unterschieden in Ur-, Neu- und Fortführungsvermessungen:

Man kann Katastervermessungen auch nach den Gegenständen der Vermessungen einteilen. So werden bei Katastervermessungen nicht nur Grundstücksgrenzen und Gebäude erfasst, sondern auch Nutzungs- und Schätzungsgrenzen, aber auch topographische Gegebenheiten.

Damit eine Vermessung von Flurstücksgrenzen in das Liegenschaftskataster eingetragen werden kann, ist die Beurkundung der Messungsanerkenntnis erforderlich.

Die Katastervermessung technisch

Im Regelfall ist hierbei nur die zweidimensionale Lage der Situation von Belang, während die Höhe im Kataster nicht dargestellt wird. Nach den heutigen Verwaltungsvorschriften wird angestrebt, ein Koordinatenkataster zu realisieren.

Die wichtigsten Methoden zur Einmessung von Grenzpunkten, Gebäudepunkten, Nutzungsartengrenzen usw. sind:

Historische Messverfahren

  • Eine historische Methode zur Aufmessung von Grenz-, Gebäude- und anderen Punkten ist das Orthogonalverfahren mit einem Winkelprisma bzw. einer Kreuzscheibe und Messlatten, Messkette oder Messband sowie Fluchtstäben. Im hügeligen Gelände wurde die Staffelmessung eingesetzt, bei manchen Operaten auch der Messtisch. Einsatz findet die Orthogonalmethode immer noch zur Darstellung der Messergebnisse im Fortführungsriss, um eine Gegenüberstellung zu den früher ermittelten Maßen gewährleisten zu können. Die Messergebnisse beruhen häufig jedoch aus umgerechneten Polardaten. Dieses muss im Fortführungsriss dokumentiert sein.
  • Von der Antike bis zur frühen Neuzeit waren Messketten aus Metall das wichtigste Mittel zur Messung von Strecken und damit auch zur Punktbestimmung.

Beachte

Siehe auch

Literatur