
Kathrin Klausmeier (* 16. März 1986 in Leinefelde) ist eine deutsche Geschichtsdidaktikerin.
Klausmeier ist seit 2024 W3-Professorin für die Didaktik der Geschichte an der Georg-August-Universität Göttingen. Zuvor war sie Juniorprofessorin für die Didaktik der Geschichte mit besonderer Berücksichtigung der Geschichtskultur an der Universität Leipzig. 2019 wurde sie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena mit einer Arbeit über Schülervorstellungen von der DDR promoviert, die von Anke John betreut wurde. Die Dissertation fand große Resonanz und Klausmeier tritt als Expertin für die Vermittlung der DDR- und Transformationsgeschichte auf zahlreichen nationalen und internationalen Podien auf. Im Zusammenhang mit dem Forschungsschwerpunkt zur Teilungsgeschichte ist sie seit 2022 Gastwissenschaftlerin an der Queen’s University Belfast. Klausmeier ist in diversen Institutionen der Geschichtskultur und Gremien beratend tätig, darunter das Expertengremium der Gedenkstättenkonzeption des Bundes. Sie ist Vorsitzende des Beirats Aufarbeitung der Gedenkstätte Andreasstraße in Erfurt.
Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen neben der DDR- und Transformationsgeschichte auch die kontrafaktische Geschichte sowie Prozesse des historischen Lernens im Geschichtsunterricht. In diesen Bereichen hat sie verschiedene empirische Studien und praxisorientierte Beiträge verfasst.
Gemeinsam mit Christian Kuchler und Christian Bunnenberg ist sie Herausgeberin der Reihe Historische Bildung und Public History, die im Wallstein Verlag erscheint.
Seit 2009 ist Klausmeier an verschiedenen Universitäten tätig. Sie arbeitete von 2012 bis 2016 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Geschichtsdidaktik der Ruhr-Universität Bochum, wo sie unter anderem am BMBF-finanzierten Forschungsverbund „Historical Thinking – Competencies in History (HiTCH)“ mitwirkte. Anschließend war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Graduiertenkolleg „Die DDR und die europäischen Diktaturen nach 1945“ der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Zudem nahm sie Lehraufträge an der RWTH Aachen und der Universität Paderborn wahr.
Neben ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit verfügt Klausmeier über umfassende schulpraktische Erfahrung. 2017 legte sie die zweite Staatsprüfung am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung in Dortmund ab. Zwischen 2018 und 2022 war sie als Studienrätin am Neuen Gymnasium Bochum tätig und bei der Bezirksregierung Arnsberg für die Entwicklung und Koordination von Lehrkräftefortbildungen im Fach Geschichte verantwortlich.
Klausmeier war Stipendiatin des Alfried-Krupp-Schülerlabors Bochum, das als außerschulischer Lernort den Transfer zwischen wissenschaftlicher Forschung und Schulpraxis fördert.
Sie wuchs in Thüringen auf und legte 2004 ihr Abitur am St. Josef Gymnasium Dingelstädt ab.
| Personendaten | |
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| NAME | Klausmeier, Kathrin |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Geschichtsdidaktikerin und Hochschullehrerin |
| GEBURTSDATUM | 16. März 1986 |
| GEBURTSORT | Leinefelde |