Katrin Heichel

Katrin Brause, vormals ehelicher Name Katrin Heichel (* 1972 in Leipzig) ist eine deutsche Malerin und Grafikerin. Sie zählt zu der jüngeren Generation der Neuen Leipziger Schule.

Leben

Katrin Brause wurde in Leipzig geboren und wuchs dort auf. Sie besuchte von 1978 bis 1987 die 70. POS in Leipzig. Bereits im Kindesalter erlebte sie politischen Druck, unter anderem aufgrund der Verweigerung der Mitgliedschaft in den staatlichen Kinder- und Jugendorganisationen der DDR.

1987 wurde der Abbruch ihrer Schulausbildung behördlich erzwungen und ihr eine Lehrstelle als Textilfacharbeiterin in der Leipziger Baumwollspinnerei zugewiesen. Dort arbeitete sie im 3 Schicht System bis zu Beginn des Jahres 1990.

Danach übte sie verschiedene Tätigkeiten aus und war aktives Mitglied des Kinder- und Jugendvereins „Villa e.V.“ sowie des „Behinderten- und Seniorenhilfe e.V.“. Nach der Geburt ihrer Tochter 1992, der Schauspielerin Berenice Brause, arbeitete sie bei einem Restaurator in und um Leipzig. Die Rehabilitation der Schulausbildung erfolgte 1999 durch das Sächsische Staatsministerium für Kultus als Zuerkennung des Realschulabschlusses. Der Eignungstest im selben Jahr an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig bescheinigte ihr „überdurchschnittliche künstlerische Begabung“ und sie konnte das Studium für Malerei und Grafik im Jahr 2000 beginnen. Brause studierte ab 2002 in der Fachklasse von Prof. Arno Rink, das sie 2005 mit dem Diplom abschloss. Von 2005 bis 2008 absolvierte sie das MeisterschülerInnenstudium bei Prof. Neo Rauch, was sie im Jahr 2008 mit dem Titel Meisterschülerin beendete.

Katrin Brause lebt und arbeitet in Leipzig sowie in Catania (Sizilien).

Als Künstlerin wurde Katrin Brause unter dem Namen Katrin Heichel bekannt, 2018 entschied sie sich ihren Geburtsnamen Brause wieder anzunehmen.

Werk

Die Arbeiten folgen Themenzyklen (zum Beispiel 'Votiv und Honig'), die inhaltlich überwiegend den Menschen mit seinen Befindlichkeiten und Selbstverständnis im Mittelpunkt haben. Sie verwendet dabei unter anderem Attribute der Ausdrucks- und Kommunikationsformen der abendländischen Kultur und deren Ikonographie.

„Die Bedeutung von Materialität ist im Werk von Katrin Heichel ebenso wiederkehrend, wie ihre motivische Neigung populäre Bildwelten oder profane, spröde Gegenstände in ihren Bildern zu verwenden. Beide Ebenen offenbaren in ihrer Synthese den dahinter liegenden Sinn einer Aufwertung der ästhetischen ‚Stiefkinder‘ durch die sinnliche Oberfläche, so dass sie wie Kostbarkeiten wirken.“

– Lu Potemka

Während sie in den sehr frühen Arbeiten häufig das Selbstporträt als Projektionsfläche instrumentalisierte, ist das direkte Abbild des Menschen inzwischen dem Prinzip der „Anwesenheit trotz Abwesenheit“ gewichen. So gilt ihr derzeitiges Interesse Hinterlassenschaften, wie Werkzeugen, Arbeitsspuren, Abgetragenem, Zurückgelassenem, Verlorenem. Die Arbeiten erzeugen auf diese Weise ein Porträt menschlicher Pläne und Verwerfungen.

Förderungen / Stipendien / Studienaufenthalte

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2004 „Laden für Nichts – Plazasuite“ Union-Gallery, London

Sammlungen

Literatur

Kataloge
Ausstellungskataloge/Sammlungen

Ausstellungs-Sammlungskataloge (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ I‘ll Be Your Mirror. In: filipp-galerie.com. Abgerufen am 3. November 2019.
  2. ↑ Vita - Katrin Brause. Abgerufen am 10. Juni 2026.
  3. ↑ Zu Votiv, In: Galerie b2 (PDF; 1,1 MB)
Personendaten
NAME Heichel, Katrin
ALTERNATIVNAMEN Brause aka Heichel, Katrin
KURZBESCHREIBUNG deutsche Malerin
GEBURTSDATUM 1972
GEBURTSORT Leipzig