Katrin Keller

Katrin Keller (* 14. April 1962 in Borna) ist eine deutsche Historikerin. Ihre Schwerpunkte sind die Geschichte Sachsens und des Handwerks sowie Adel und Frauen in der höfischen Gesellschaft.

Leben und Wirken

Katrin Keller war nach dem Studium als Diplom-Lehrerin für Geschichte und Deutsch tätig. Sie erhielt ein Forschungsstipendium an der Sektion Geschichte der Karl-Marx-Universität Leipzig. Bekannt wurde sie unter anderem durch Forschungen zur Geschichte des älteren Handwerks und zur Frauengeschichte in Sachsen. Sie wurde mit einer Dissertation zum Handwerkeralltag in Leipzig im 15. bis 17. Jahrhundert promoviert.

2001 habilitierte sie sich an der Philosophischen Fakultät der Universität Wien und erhielt die Lehrbefugnis für das Gebiet Neuere Geschichte. Im Sommersemester 2008 war sie Gastprofessorin für Geschlechtergeschichte am Historischen Seminar der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Von 2011 bis 2015 leitete sie am Institut für österreichische Geschichtsforschung Wien das Projekt Die Fuggerzeitungen. Ein frühneuzeitliches Informationsmedium und seine Erschließung.

Katrin Keller war bei seiner Neugründung 1990 des Leipziger Geschichtsvereins die erste weibliche Vorsitzende. 1997 gab sie dieses Amt ab. 2017 wurde sie als korrespondierendes Mitglied in die Österreichische Akademie der Wissenschaften gewählt.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Korrespondierende Mitglieder: Katrin Keller. Österreichische Akademie der Wissenschaften, abgerufen am 3. Mai 2022.
  2. ↑ Rezension. In: Sehepunkte. Ausgabe 4 (2004), Nr. 2.
  3. ↑ Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2. Dezember 2005. In: Perlentaucher.de.