Kebabnorsk (deutsch Kebabnorwegisch) ist eine Varietät des Norwegischen, die vornehmlich von Jugendlichen mit Migrationshintergrund im Raum Oslo gesprochen wird. Die Bezeichnung etablierte sich in den 1990er-Jahren.
Die Bezeichnung Kebabnorsk entstand Mitte der 1990er-Jahre. Sie wird vor allem für die Multiethnolekte verwendet, die von Jugendlichen in multikulturellen Gegenden – insbesondere im Osten Oslos – gesprochen wird. Da der Begriff auch als stigmatisierend empfunden wird, galt er vor allem in der Anfangszeit als umstritten.
Es existiert ein Wörterbuch des Kebabnorsk von Andreas Eilert Østby, das 2005 veröffentlicht wurde.
Kebabnorsk zeichnet sich durch viele Lehnwörter aus dem Arabischen, Persischen, Englischen, Spanischen und verschiedenen Balkan- und Berbersprachen aus. Da lange die größte Gruppe an nicht-westlichen Einwanderer in Norwegen aus Pakistan stammte, sind auch Wörter aus den beiden pakistanischen Sprachen Panjabi und Urdu in die Sprache eingeflossen. Einige Wörter gingen mit der Zeit ins Det Norske Akademis ordbok ein.
Neben diesen Lehnwörtern sind auch Inversionen typisch. Diese kommen unter anderem in Büchern der beiden Schriftsteller Zeshan Shakar und Oliver Lovrenski vor.