Kedrowaja pad
| ||
Winterlandschaft im Naturreservat Kedrowaja pad | ||
| Lage | Russland | |
| Fläche | 179 km² | |
| WDPA-ID | 1726 | |
| Geographische Lage | 43° 5′ N, 131° 30′ O | |
|
| ||
| Einrichtungsdatum | 1925 | |

Kedrowaja pad (russisch Заповедник «Кедровая падь», Sapowednik „Kedrowaja pad“) ist ein Schutzgebiet im fernen Osten Russlands. Es wurde im Jahr 1925 gegründet und bedeckt eine Fläche von 179 Quadratkilometern. Das Reservat ist ein wichtiges Refugium des bedrohten Amurleoparden. Kedrowaja pad besitzt eine gemeinsame Verwaltung mit dem Leopardenland-Nationalpark, der das streng geschützte Gebiet umrahmt.
Das Reservat liegt im äußersten Süden der Region Primorje westlich von Wladiwostok, nahe der Grenze zu China. Es umfasst 179 Quadratkilometer Bergwald. Der russische Name Kedrowaja pad beschreibt die Landschaft: eine bewaldete Talsenke mit „Zedern“. (Die Korea-Kiefer heißt auf Russisch Korejski kedr „Koreanische Zeder“.)
Die Mischwälder stellen ein Übergangsgebiet zwischen Sibirischer Taiga und subtropischen Wäldern dar. Die Hälfte der Fläche wird heute von der Mongolischen Eiche (Quercus mongolica) bedeckt. Sie wurde in der Vergangenheit vor allem durch Forstwirtschaftliche Maßnahmen begünstigt. Daneben gedeihen vor allem Linden, Ahorne, Birken, Ulmen, Eschen und verschiedene Nadelbäume wie die Mandschurische Tanne und die Korea-Kiefer. Vereinzelt kommen auch Wildbirnen und Rhododendron vor.
Das Reservat ist eines der wichtigsten Reservate für den bedrohten Amurleoparden. Durch Kamerafallen konnten hier und im benachbarten Leopardowy-Wildreservat im Jahr 2011 insgesamt zwölf verschiedene Tiere identifiziert werden. In den Jahren davor waren es stets sieben bis neun dieser seltenen Wildkatzen. Als weitere große Räuber kommen neben dem Leoparden der Amurtiger und der Kragenbär vor. Darüber hinaus beherbergt das Reservat große Bestände an Huftieren, wie Wildschweinen und Sibirischen Rehen, Sikahirschen und Sibirischen Moschustieren. An kleineren Raubtieren kommen Rotfüchse, Marderhunde, Asiatische Dachse, Buntmarder, Fischotter, Feuerwiesel und Amurkatzen vor. Auffällige Kleinsäuger sind Eichhörnchen, Streifenhörnchen und Flughörnchen. Das Gebiet beherbergt auch zahlreiche Vögel und Reptilien, wie Froschsperber und Tigernatter.