Corentin Louis Kervran (* 3. März 1901 in Quimper, Bretagne; † 2. Februar 1983 in Quimperlé, Bretagne) war ein französischer Naturwissenschaftler und Regierungsbeamter. Er hatte seine Ausbildung zum Ingenieur der Physik im Jahr 1925 abgeschlossen. Im Jahr 1936 fand er experimentell heraus, dass die Leitfähigkeit des menschlichen Körpers nicht dem ohmschen Gesetz folgt.
Corentin Louis Kervran wurde durch seine Theorie bekannt, dass Lebewesen wie Pflanzen und Tiere zur physikalischen Umwandlung von Elementen fähig sind (vergleiche Alchemie, Transmutation). Damit versuchte er unter anderem zu erklären, weshalb „Hühner laufend neue Eier mit normalen Kalkschalen legen können, auch wenn ihr Futter keinen Kalk enthält“.
Als hoher Regierungsbeamter war er in verschiedenen französischen Ministerien tätig und unter anderem für das Gebiet des Arbeitsschutzes und die Frage der Sicherheit der Bevölkerung bei radioaktiven Belastungen zuständig. Von 1959 an trat Kervran mit seinen Erkenntnissen an die Öffentlichkeit und schrieb insgesamt neun Bücher, von denen keines auf Deutsch erschien. Eine einführende Zusammenfassung seiner Ideen und Versuche (aus dreien dieser Bücher) erschien auf Englisch im Jahre 1972 unter dem Titel Biological Transmutations (neu aufgelegt 1989 und 1998). In den 1960er-Jahren kam es in Frankreich zu einer öffentlichen Debatte über seine Thesen, nicht jedoch in Deutschland. Sein Konzept der Verwandlung von chemischen Elementen bei schwacher Energie („frittage“) setzt er bewusst ab von der Kernfusion.
Die Theorien zur Elementumwandlung spielen in esoterischen Kreisen eine gewisse Rolle. 1993 wurde Kervran posthum mit dem Ig-Nobelpreis ausgezeichnet, der jährlich für skurrile und „nicht reproduzierbare“ (improbable) Beiträge zur Wissenschaft verliehen wird.
Englisch:
Übersetzung ins Deutsche:
Übersetzung ins Spanische:
Übersetzungen ins Italienische:
| Personendaten | |
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| NAME | Kervran, Corentin Louis |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Naturwissenschaftler und Regierungsbeamter |
| GEBURTSDATUM | 3. März 1901 |
| GEBURTSORT | Quimper, Bretagne |
| STERBEDATUM | 2. Februar 1983 |
| STERBEORT | Quimperlé, Bretagne |