Eine Ketteler-Siedlung ist eine der in verschiedenen Orten Deutschlands bestehenden, nach dem katholischen Bischof Wilhelm Emmanuel von Ketteler (1811–1877) benannten Wohnsiedlungen. Die Siedlungen bestehen überwiegend aus Ein- und Zweifamilienhäusern und wurden insbesondere nach dem Zweiten Weltkrieg zur Linderung der Wohnungsnot mit einem hohen Anteil an Eigenleistung errichtet. Zum Bau der Eigenheime und Mietwohnungen wurden im Sinne von Kettlers Sozialethik gleichnamige Vereine oder Genossenschaften gegründet mit der Zielsetzung, preisgünstigen Wohnraum zu schaffen. Der Bau der Ein- und Zweifamilienhäuser erfolgte aus Kostengründen in Gemeinschaftsarbeit unter Anleitung von wenigen Fachkräften.
↑Sarah Eul: Eine Gemeinschaft mit Geschichte. Neue Ruhr Zeitung, 27. Mai 2013, online
↑75 Jahre Gemeinnütziger Ketteler-Bauverein eG Mainz 1919 – 1994, 70 Jahre Ketteler-Siedlung in Mainz 1924 – 1994.
↑Ingeborg Besch: Die Kettelersiedlung. Katholische Sozialpolitik und ihre städtebaulichen Auswirkungen im Saarland nach 1945. Informationen zum Vortrag am 30. Mai 2018 online
↑Markus Philipp: Lexikon der Saarbrücker Straßennamen. Geistkirch-Verlag, 2019, ISBN 978-3-946036-91-3
↑Rudolf Westenburger: Der Ketteler-Verein Malstatt-Burbach baut auf dem Rastpfuhl. In: Der Rastpfuhl – Geschichte eines Siedlungsgebietes und seiner Bewohner. Herausgeber: Deutscher Siedlerbund Landesverband Saarland e. V., Siedlergemeinschaft Saarbrücken-Rastpfuhl e. V., Volkshochschule Stadtverband Saarbrücken. November 1999.
↑Auch Karmanns kettelten ihre eigenen vier Wände. Saarbrücker Zeitung, 19. März 2012, online
↑Gründung der Ketteler-Vereine an der Saar vor 70 Jahren. In: Sulzbacher Umschau Ausgabe Mitteilungsblatt der Stadt Sulzbach, Ausgabe 42/2018. online auf den Webseiten der LW Medien GmbH
↑Jörg Heinze: Ein wichtiger Architekt des Heidstocks. Saarbrücker Zeitung, 7. April 2008, online
↑Heidstocker Geschichte. Online auf den Webseiten des Verband Wohneigentum Saarland e.V.