Kfar Giladi

Kfar Gilʿadi
Haus der Ersten (Beit haRischonim) zur Ortsgeschichte, 2017
Haus der Ersten (Beit haRischonim) zur Ortsgeschichte, 2017
Basisdaten
hebräisch:כפר גלעדי
Staat: Israel Israel
Bezirk: Nord
Gegründet: 1916
Koordinaten: 33° 15′ N, 35° 35′ OKoordinaten: 33° 14′ 33″ N, 35° 34′ 30″ O
Höhe: 313 m
 
Einwohner: 720 (Stand: 2022)
 
Gemeindecode: 0076
Zeitzone: UTC+2
 
Website:
Kfar Gilʿadi (Israel)
Kfar Gilʿadi (Israel)
Kfar Gilʿadi

Kfar Gilʿadi (hebräisch כְּפַר גִּלְעָדִי Kfar Gilʿadī) ist ein Kibbuz in Israel in der Region Obergaliläa, südlich von Metulla, an der Grenze zum Libanon. Der Kibbuz hatte 2022 720 Einwohner.

Geschichte

Der Kibbuz wurde am 21. Oktober 1916 durch Mitglieder der HaSchomer auf Land gegründet, das der Jewish Colonization Association gehörte. Nach dem arabischen Angriff auf Tel Chai am 1. März 1920, woran ein Denkmal am Ortseingang Kfar Gilʿadis erinnert, war der Kibbuz zeitweise verlassen worden, aber am 3. Oktober 1920 kehrten die Siedler zurück. Im Jahre 1926 ging Tel Chai in Kfar Gilʿadi auf.

Der Pädagoge und Arzt Janusz Korczak kam in seinem Tagebuch, welches er während der Besatzung der Deutschen im Warschauer Ghetto schrieb, im Zuge einer fiktiven Vision auf den Kibbuz Kfar Giladi zu sprechen. Dort erträumte er sich, durch Spenden unbegrenzte Mittel zu besitzen, um einen Wettbewerb „[...] für den Bau eines großen Waisenhauses in den Bergen des Libanon - in der Nähe von Kfar Giladi [...]“ ausschreiben zu können.

Am 6. August 2006, während des Libanonkrieges 2006, wurden zwölf Reservisten der israelischen Armee getötet, nachdem eine von der Hisbollah aus dem südlichen Libanon abgeschossene Katjuscha-Rakete eingeschlagen war. Fünfzehn weitere wurden verwundet, davon zwei so schwer, dass sie mit MedEvac nach Haifa gebracht werden mussten.

Museen

Siehe auch

Commons: Kfar Giladi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wiktionary: Kfar Giladi – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. ↑ 2022 אוכלוסייה ביישובים. (XLSX; 119 kB) [Population and households by locality - 2022 Cens​us estimate]. Israelisches Zentralbüro für Statistik, 2025, abgerufen am 31. Januar 2026.
  2. ↑ 2022 אוכלוסייה ביישובים. (XLSX; 119 kB) [Population and households by locality - 2022 Cens​us estimate]. Israelisches Zentralbüro für Statistik, 2025, abgerufen am 31. Januar 2026.
  3. 1 2 3 Mordecai Naor: Eretz Israel. Könemann, Köln 1998, ISBN 3-89508-594-4, S. 74 und 93.
  4. ↑ Janusz Korczak: Band 15 Briefe und Palästina-Reisen. Dokumente aus den Kriegs- und Ghetto-Jahren. Tagebuch - Erinnerungen. Varia. Gütersloher Verlagshaus, 2005, ISBN 978-3-641-24783-6, S. 308, doi:10.14315/9783641247836/html (degruyterbrill.com [abgerufen am 27. August 2025]).
  5. ↑ Kfar Gilʿadi casualties: Reserve soldiers. Ynetnews, 6. August 2006 (englisch).