Kijgari (auch: Kijigari, Kizgari) ist ein Dorf in der Stadtgemeinde Abalak in Niger.
Geographie
Das von einem traditionellen Ortsvorsteher (chef traditionnel) geleitete Dorf befindet sich rund 14 Kilometer nordwestlich des Stadtzentrums von Abalak, des Hauptorts des gleichnamigen Departements Abalak, das zur Region Tahoua gehört.
Kijgari ist Teil der Übergangszone zwischen Sahara und Sahel. Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge beträgt hier zwischen 200 und 300mm. Der in einer Niederung gelegene Wald von Kijgari erstreckt sich über eine Fläche von 300 Hektar. Er steht unter Naturschutz.
Geschichte
Die US-amerikanische Organisation Amman Imman ließ 2010 einen neuen Wasserbrunnen im Ort bohren, den Kijigari Montessori Well of Love. Bei einer Untersuchung im Jahr 2020 wurden in Kijigari wie auch in manchen anderen Dörfern in der Region hohe Unterernährungsraten bei Kindern festgestellt.
Bevölkerung
Bei der Volkszählung 2012 hatte Kijgari 2161 Einwohner, die in 296 Haushalten lebten. Bei der Volkszählung 2001 betrug die Einwohnerzahl 601 in 116 Haushalten und bei der Volkszählung 1988 belief sich die Einwohnerzahl auf 2197 in 450 Haushalten.
Wirtschaft und Infrastruktur
Die wirtschaftlichen Aktivitäten im Ort umfassen Ackerbau, Viehzucht und Handwerk. Kijgari liegt prinzipiell in einer Zone der Weidewirtschaft, in die jedoch von Süden ackerbauliche Aktivitäten vordringen. Die für Bewässerungsfeldwirtschaft genutzte Fläche belief sich im Jahr 2020 auf zwei Hektar. Im Dorf wird ein Markt abgehalten.
Mit einem Centre de Santé Intégré (CSI) ist ein Gesundheitszentrum im Ort vorhanden. Es gibt eine Schule. Das nigrische Unterrichtsministerium richtete 1996 gemeinsam mit dem Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen zahlreiche Schulkantinen in von Ernährungsunsicherheit betroffenen Zonen ein, darunter eine für Nomadenkinder in Kijgari.
Die Straßenanbindung des Dorfs ist über eine ländliche Piste gegeben.
12Damien Hauswirth, Hassane Yayé, Abdoulaye Sambo Soumaila, Badamassi Djariri, Issaka Lona, Malam Boukar Abba:Appui à la formulation concertée de la SPN2A pour la République du Niger. Identification et évaluation des options d’agriculture intelligente face au climat prioritaires pour l’adaptation face aux changements climatiques au Niger. Volume 2: Annexes. Ministère de l’Environnement, de la Salubrité Urbaine et du Développement Durable / Ministère de l’Agriculture et de l’Elevage / Conseil National de l’Environnement pour un Développement Durable / Haut-Commissariat à l’Initiative 3N / AFD / Facilité Adapt’Action / Baastel – BRL – ONFI, Niamey / Brüssel 2020, S.7 (spn2a.org[PDF; abgerufen am 29.Mai 2025]).
↑Recensement Général de la Population 1988: Répertoire National des Villages du Niger. Bureau Central de Recensement, Ministère du Plan, République du Niger, Niamey März 1991, S.329 (web.archive.org[PDF; abgerufen am 2.April 2023]).
↑Niger DSS.In:Systeme Nationale d’Information Sanitaire (SNIS).Ministère de la Santé Publique, République du Niger,archiviertvomOriginalam8.Januar 2023;abgerufen am 29.Mai 2025(französisch).
↑Arrêté n°276/MEN/DAF/2445/IV du 21 octobre 1996, portant création de cantines scolaires en milieu nomade et transhumant. Ministère de l’Education Nationale, République du Niger, 21.Oktober 1996 (web.archive.or[abgerufen am 29.Mai 2025]).