Als Kiloware werden in der Philatelie Briefmarken bezeichnet, die nach Gewicht statt nach Stückzahl verkauft werden. In der österreichischen Philatelie ist dafür auch die Bezeichnung Skart gebräuchlich. Der Ausdruck wird außerdem im Münzhandel für größere Posten von Münzen verwendet.

Philatelistische Kiloware besteht häufig aus gestempelten Briefmarken auf Ausschnitten von Briefen, Karten oder anderen Postsendungen. Bei sogenannter Original-Kiloware handelte es sich traditionell vielfach um Marken auf Briefstücken, die in größeren Mengen zusammengetragen und gehandelt wurden.
Ein Teil der Kiloware stammt aus Briefmarkenspenden an gemeinnützige oder kirchliche Einrichtungen. Die v. Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel erhalten beispielsweise Postwertzeichen von Privatpersonen, Kirchengemeinden, Kindergärten, Schulen und Unternehmen. Die Marken werden dort ausgeschnitten, nach Ländern sortiert und für den Verkauf abgepackt; Sammler erwerben sie überwiegend als Kiloware. Angeboten werden unter anderem Mischungen aus verschiedenen Ländern sowie nach Herkunft oder Motiv zusammengestellte Bestände.
Kiloware wurde auch von postalischen Einrichtungen vertrieben. So verkaufte die Deutsche Bundespost in den 1950er Jahren entsprechende Briefmarkenbestände. Der Briefmarkenhändler J. Hugo Hörr betrieb bereits seit den 1930er Jahren ein auf Kiloware spezialisiertes Unternehmen und bezog Original-Kiloware aus zahlreichen Ländern.
Im Münzhandel bezeichnet Kiloware größere, zusammengefasste Münzposten. Der Begriff ist dabei nicht auf eine bestimmte Epoche beschränkt. Bei einer Auktion des Berliner Auktionshauses Schlegel im Juni 2026 wurden beispielsweise gemischte Münzbestände des 20. Jahrhunderts als Kiloware angeboten; mehrere Losbeschreibungen wiesen ausdrücklich darauf hin, dass die Posten auch älteres Material enthielten.
Auch in der numismatischen Fachpublizistik wird der Ausdruck für größere Partien antiker Münzen verwendet.