Kim Mo-im (koreanisch 김모임; * 1935 in Seoul/Südkorea; † 28. Februar 2024 in Südkorea) war eine südkoreanische Krankenschwester, Professorin für Pflegewissenschaft an der Yonsei-Universität Seoul und Präsidentin des International Council of Nurses (ICN).
Kim absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Krankenschwester in Südkorea und arbeitete anschließend als Krankenschwester. Sie absolvierte ein Bachelorstudium in Krankenpflege an der Yonsei-Universität in Seoul. Master und Promotion folgten an der Johns-Hopkins-Universität in den USA. Sie war als Pflegeberaterin für die indonesische Regierung tätig, zudem war sie Chefberaterin des koreanischen Roten Kreuzes. Sie war 20 Jahre lang Mitglied des Expertenausschusses für Pflege der Weltgesundheitsorganisation. Sie wurde Mitglied im koreanischen Parlament und wurde Gesundheits- und Sozialministerin von Südkorea. Ihre Schwerpunkte waren die Förderung der öffentlichen Gesundheitspflege sowie der Ausbau der Gemeindekrankenpflege in den entlegenen Gebieten Südkoreas. Durch Kims Engagement wurden über 2000 Gemeindegesundheitsstationen geschaffen, die von Gemeindekrankenschwestern geleitet wurden. 1973 wurde in Seoul auf Initiative von Mo-Im Kim ein erstes Pflegeforschungsinstitut ins Leben gerufen, das 2015 nach ihr benannt wurde. Mo-Im Kim war Professorin und Dekanin der Pflegeschule der Yonsei-Universität in Seoul. Sie war langjährige Präsidentin des Koreanischen Pflegeverbands („Korean Nurses Association, KNA“). 1989 wurde sie 21. Präsidentin des International Council of Nurses und folgte in dieser Position der Kolumbianerin Nelly Garzón Alarcón. Ihrer bis 1993 dauernden ICN-Präsidentschaft gab sie das Motto „Liebe“. Ihre Vorgängerin Nelly Garzón Alarcón hatte sich während der ICN-Präsidentschaft vor allem um Recht und Ethik in der Pflege verdient gemacht. Kim verfasste zahlreiche Lehrbücher zur primären pflegerischen Gesundheitsversorgung. 1994 erhielt sie den „Sasakawa Gesundheitspreis der Weltgesundheitsorganisation“. Im Jahr 1997 verlieh ihr der ICN den Christiane Reimann Preis, der seit 1985 im Gedenken an die ICN Generalsekretärin Christiane Reimann vergeben wird. 2000 folgte der „Princess Srinagarinda Award“ für die Verdienste um die Gemeindegesundheitsversorgung.
Im Alter erkrankte Mo-Im Kim an Morbus Parkinson. Hochbetagt erhielt sie 2023 Besuch von Pamela Cipriano, der ICN-Präsidentin von 2021 bis 2025, die ihr für ihr herausragendes Engagement dankte. Der ICN verleiht alle zwei Jahre den „Mo-Im Kim Policy Innovation and Impact Award.“ Die Trauerfeier für Mo-Im Kim fand in der „Yonsei University Sinchon Trauerhalle“ statt.
Ihre Nachfolgerin als ICN-Präsidentin wurde 1997 die US-Amerikanerin Margretta Styles.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kim, Mo-Im |
| ALTERNATIVNAMEN | Gim, Moim |
| KURZBESCHREIBUNG | südkoreanische Krankenschwester und Präsidentin des International Council of Nurses |
| GEBURTSDATUM | 1935 |
| GEBURTSORT | Seoul, Südkorea |
| STERBEDATUM | 28. Februar 2024 |
| STERBEORT | Südkorea |