| Kingspitz | ||
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| Blick auf die Engelhörner südlich des Ochsetals. Der Kingspitz liegt in der Mitte der Gruppe und ist an der steilen Nordostwand gut zu erkennen | ||
| Höhe | 2622 m ü. M. | |
| Lage | Berner Oberland, Schweiz | |
| Gebirge | Berner Alpen (Engelhörner) | |
| Koordinaten | 656444 / 169643 | |
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| Typ | Felsgipfel | |
| Gestein | Kalkstein | |
| Alter des Gesteins | Oberjura | |
Der Kingspitz (auf hochdeutsch die Kingspitze) ist ein Berg in den Berner Alpen, der zu der Gruppe der Engelhörner gehört. Er liegt im Schweizer Kanton Bern und hat eine Höhe von 2.622 m ü. M. Alpinistisch gesehen handelt es sich um einen reinen „Kletterberg“ ohne leichten Anstieg. Durch seine bis 700 m hohe Nordostwand führen bekannte Kletterrouten.
Der Kingspitz ist ein Gipfel der Engelhörner-Gruppe. Diese liegt am Ostrand der Berner Alpen südlich von Meiringen. Der Kingspitz ist der dritte Gipfel einer Bergkette, die sich vom Rosenlauistock (2197 m) ausgehend in südöstlicher Richtung über die Sattelspitzen (2336 m) und den Kingspitz bis zum Großen Engelhorn (2782 m) zieht. Diese Kette wird östlich von den Abflüssen des Rosenlauigletschers und westlich vom Ochsental (manchmal auch Ochsetal genannt) begrenzt. Die Wände des Kingspitz fallen fast senkrecht ins Ochsental ab und beherrschen damit die Berggruppe auf der Westseite des Ochsentals.
Die Engelhörner, und damit auch der Kingspitz, gehören zum helvetischen Mantel des Aarmassivs und bestehen zum größten Teil aus hellem Kreidekalk (weitere Informationen hierzu befinden sich z. B. hier). Genauere Informationen zur Geologie der Engelhörner finden sich beispielsweise bei Heinemann.

Der Kingspitz gehört zu den eindrücklichsten alpinistischen Zielen der Engelhörner-Gruppe. 1887 wurde sein Gipfel erstmals bestiegen.
Besonders hervorzuheben ist die klassische Nordostwand-Route aus dem Jahr 1938. Sie gilt als ein Meisterstück des Bergführers Hermann Steuri, der bei der Erstbegehung von Mäusi Lüthy und Hans Haidegger begleitet wurde. Die Route ist zwar eine der leichteren Anstiege in Walter Pauses Buch „Im extremen Fels“, sie fordert dennoch alpine Erfahrung und Orientierung. Die Route verläuft zwischen den steilsten Wandzonen, verlangt aber auch energisches Zupacken und trickreiche Bewegungen am seitlich oder abwärts strukturiertem Fels. Sie ist bei Pause „nur“ mit V+, A0 bewertet, in anderen Führern aber auch schwerer. So warnt das Alpin Magazin: „Die Schlüsselstelle in der zweiten Seillänge lässt sich entgegen mancher Topos nicht mit Hakenhilfe überlisten und fordert feines Leistenstehen; der sechste Grad (alpin, nicht Kletterhalle!) sollte solide beherrscht werden“.
Es sei noch darauf hingewiesen, dass für den langen und steilen Abstieg vom Kingspitz alpine Erfahrung und gute Orientierung unerlässlich sind. Besonders in den steilen Schrofen kann der Abstieg sehr unangenehm sein.
Die Einstiege der Kletterrouten am Kingspitz werden meist von der Engelhornhütte aus erreicht.