Die Kirchenprovinz Pisa ist eine Kirchenprovinz der römisch-katholischen Kirche in Italien mit Sitz in Pisa. Sie gehört zur Kirchenregion Toskana.
Das Bistum Pisa wurde bereits im 4. Jahrhundert errichtet. Am 21. April 1092 erhob Papst Urban II. Pisa mit der Bulle Cum universis zum Erzbistum und Metropolitansitz. Die Kirchenprovinz umfasste ursprünglich auch Gebiete auf Korsika und Sardinien. Der Erzbischof von Pisa führte zeitweise den Titel „Primas von Sardinien und Korsika“. Anfangs hatte die Suffragandiözesen Accia, Mariana, Nebbio (21. April 1092) sowie Ajaccio, Aléria und Sagone.
Am 19. März 1133 gab es Accia, Mariana und Nebibio auf der Insel Korsika an die Kirchenprovinz Genua ab. Am 25. Mai 1133 erhielt es wieder das Bistum Massa Marittima-Piombino. 1138 kamen Civita sowie Galtelli hinzu und gingen 1200 wieder verloren. Am 23. April 1459 ging Massa Marittima-Piombino an die Kirchenprovinz Siena verloren. Am 4. Juli 1797 kam das Suffraganbistum Pontremoli hinzu. Am 29. November 1801 gingen Ajaccio, Aléria und Sagone verloren. Am 25. September 1806 wurde das Bistum Livorno abgetrennt und als Suffraganbistum unterstellt. Am 18. Februar 1822 kam das Bistum Massa Carrara hinzu. Am 22. August 1855 kam Volterra hinzu. Zwischen 22. August 1855 und 23. April 1926 gehörte Massa Carrara zur Kirchenprovinz Modena. Am 1. August 1856 kam das Bistum Pescia hinzu. Am 23. Februar 1988 wurden die Bistümer Pontremoli und Massa Carrara fusioniert.
Zur Kirchenprovinz Pisa gehören heute folgende Suffraganbistümer:
Metropolitanbistum ist das Erzbistum Pisa.
Die Kirchenprovinz spielte insbesondere im Mittelalter eine bedeutende Rolle, da Pisa als Seerepublik großen Einfluss im Mittelmeerraum ausübte. Auch kirchlich war die Stadt ein wichtiges Zentrum.