| Kirsch-Apfel | ||||||||||||
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Kirsch-Apfel (Malus baccata) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Malus baccata | ||||||||||||
| (L.) Borkh. |
Der Kirsch-Apfel (Malus baccata), auch als Beeren-Apfel bezeichnet, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Äpfel (Malus) innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Die drei Varietäten sind in Asien weitverbreitet.



Der Kirsch-Apfel wächst als laubabwerfender Baum oder manchmal als großer Strauch, der Wuchshöhen von 10 bis 14 Metern und Stammdurchmesser von 5 bis 30 Zentimetern erreicht. Die dunkel-graue Borke blättert in plattenartigen Schuppen ab. Die Äste sind überhändend oder hängend. Die Rinde der stielrunden Zweige ist anfangs rötlich-orangefarben und kahl; später ist sie rötlich-braun. Die blütentragenden Kurztriebe bekommen 3 bis 10, selten bis zu 25 Millimeter lange Sporne. Die rötlich-braunen Knospen sind bei einer Länge von 3 bis 4 Millimetern eiförmig und die Ränder der Knospenschuppen sind wollig behaart.
Die Laubblätter sind in der Blattknospe zusammengerollt. Die früh abfallenden oder manchmal haltbaren, häutigen Nebenblätter sind bei einer Länge von etwa 3 Millimetern meist lanzettlich, manchmal fadenförmig mit zugespitztem oberen Ende und ihr Rand ist glatt oder besitzt drüsige Zähne. Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel sowie -spreite gegliedert. Der anfangs mit einigen Drüsen besetzt und flaumig behaarte später kahle Blattstiel ist 20 bis 50 Millimeter lang. Die einfache Blattspreite ist bei einer Länge von 3 bis 8 Zentimetern sowie einer Breite von 2 bis 3,5 Zentimetern elliptisch oder eiförmig mit keilförmiger oder gerundeter Basis und lang-zuspitzem oder manchmal geschwänztem oberen Ende. Der Blattrand ist gesägt. Beide Blattseiten anfangs schwach flaumig behaart, aber schon bald kahl.
Es sind keine Blütenstandsschäfte vorhanden. Am Ende der Zweige befinden sich die bei einem Durchmesser von 5 bis 7 Zentimetern schirmrispigen Blütenstände, die nur vier bis sechs Blüten enthalten. Die früh abfallenden Tragblätter sind häutig, kahl, linealisch-lanzettlich mit zugespitztem oberen Ende und mit drüsig gezähnten Rand. Der 1,5 bis 4 Zentimeter lange und schlanke Blütenstiel ist kahl.
Die Blüten duften nicht. Die zwittrige Blüte ist bei einem Durchmesser von 3 bis 3,5 Zentimetern radiärsymmetrisch und fünfzählig mit doppelter Blütenhülle. Der Blütenbecher (Hypanthium) ist kahl und glockenförmig. Die fünf ganzrandigen Kelchblätter sind bei einer Länge von 5 bis 7 Millimetern länger als der Blütenbecher und lanzettlich mit lang zugespitztem oberen Ende und innen wollig behaart sowie außen kahl. Die fünf weißen Kronblätter sind bei einer Länge von 2 bis 2,5 Zentimetern verkehrt-eiförmig mit einem stumpf-gerundetem oberen Ende und kurz genagelt. Die 15 bis 20 Staubblätter sind ungleich und sind mit 7 bis 9 Millimetern etwa halb so lang wie die Kronblätter. Die Steubbeutel sind, bevor sie sich öffnen, gelb. Es sind vier oder fünf unterständige Fruchtblätter vorhanden. Jedes Fruchtblatt enthält zwei Samenanlagen. Die vier oder meist fünf an ihrer Basis dicht zottig behaarten Griffel sind an ihrer Basis bis etwa der Hälfte ihrer Länge verwachsen und meist etwas länger als die Staubblätter.
Der kahle Fruchtstiel ist drei bis 4 Zenimeter lang. Die bei Fruchtreife abfallenden Kelchblätter hinterlassen am oberen Ende der Frucht jeweils eine kleine Blattnarbe. Die bei Reife gelben bis roten Apfelfrüchte sind bei Durchmessern von 8 bis 10 Millimetern fast kugelig. Die Kerne sind am oberen Ende umhüllt. Die Samen sind hell-rötlich-braun.
Die Chromosomengrundzahl beträgt x = 17; es liegt Diploidie mit einer Chromosomenzahl von 2n = 34 vor.
In China reicht die Blütezeit von April bis Juni. Die Früchte reifen von September bis Oktober.

Malus baccata var. baccata ist ein niedriger Baum mit gewölbter und überhängender Baumkrone oder auch ein großer Strauch. Die Blattknospen sind kegelförmig. Die Blattspreiten sind lanzettlich. Die Frucht ist bei einem Durchmesser von etwa 1 Zentimeter ziemlich kugelig und ist gelb mit roter Backe. Die Früchte bleiben meist bis zum Frühjahr am Baum.
Die Varietät Malus baccata var. mandschurica ist deutlich wuchsfreudiger und kann als Baum eine Wuchshöhe von etwa 15 Meter und bis zu 2 Meter Stammumfang erreichen. Die Baumkrone ist breit und dicht bezweigt. Die Blattspreiten sind breiter elliptisch. Die Blütezeit ist am frühesten von allen Malus-Arten. Die Blüten weisen einen Durchmesser von etwa 4 Zentimetern auf. Die fünf Blütenkronblätter sind reinweiß und 4 Zentimeter breit. Die bei einem Durchmesser von über 1 Zentimetern ellipsoiden Früchte färben sich schnell hochrot.

Die Erstveröffentlichung erfolgte 1767 unter den Namen Pyrus baccata in Mantissa Plantarum, Seite 75. Die Neukombination zu Malus baccata 1803 durch Moritz Balthasar Borkhausen in: Theoretisches-praktisches Handbuch der Forstbotanik und Forsttechnologie, Band 2, S. 1280.
Es gibt etwa drei Varietäten:
Malus baccata wird besonders auf Grund der auffälligen Blüten und schönen Früchte in Parks und Gärten als Zierpflanze verwendet. Malus baccata dient als Unterlage für anderen Malus-Arten und -Sorten.