| Kitodo. Key to digital objects e. V. | |
|---|---|
| Rechtsform | eingetragener Verein |
| Gründung | 17. September 2012 in Dresden |
| Sitz | Dresden |
| Zweck | Verbreitung von Kenntnissen zur Digitalisierung von Kulturgut sowie Förderung der kooperativ entwickelten, quelloffenen Software Kitodo |
| Vorsitz | Robert Strötgen |
| Mitglieder | 44 |
| Website | www.kitodo.org |
| Kitodo.Production | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Entwickler | Kitodo. Key to digital objects e. V. |
| Erscheinungsjahr | 2016 (2004 als Goobi) |
| Aktuelle Version | 3.9.0 (1. Oktober 2026) |
| Betriebssystem | plattformunabhängig |
| Programmiersprache | Java, SQL |
| deutschsprachig | ja |
| www.kitodo.org | |
| Kitodo.Presentation | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Entwickler | Kitodo. Key to digital objects |
| Aktuelle Version | 6.0.0 (4. Dezember 2025) |
| Betriebssystem | plattformunabhängig |
| Programmiersprache | PHP, SQL, JavaScript |
| deutschsprachig | ja |
| www.kitodo.org | |
Kitodo ist ein Softwarepaket für Digitalisierungsprojekte in Bibliotheken, Archiven, Museen und Dokumentationszentren. Es wird vom gleichnamigen Verein gepflegt. Vor der Umbenennung im Mai 2016 waren Verein und Software unter dem Namen Goobi bekannt. Die Open-Source-Software wird insbesondere in wissenschaftlichen Bibliotheken und in Archiven eingesetzt. Mit Kitodo werden u. a. Handschriften, Drucke, Bücher, Zeitschriften und Zeitungen digitalisiert und präsentiert. Das Softwarepaket besteht aus den beiden Hauptkomponenten Kitodo.Production und Kitodo.Presentation. Diese eignen sich für unterschiedliche Digitalisierungsstrategien und skalierbare Geschäftsmodelle.
Kitodo.Production ist ein quelloffenes Workflow-Management-System zur Organisation und Durchführung des Digitalisierungsprozesses in Kultureinrichtungen. Die Software erfasst die zu digitalisierenden Medien als einzelne Vorgänge und führt sie durch den Digitalisierungsworkflow. Ergebnis ist ein digitalisiertes Objekt, das online zur Verfügung gestellt wird und aus einer METS-codierten Beschreibung sowie den angezeigten Digitalisaten besteht; die beschreibenden Metadaten sind dabei bevorzugt nach dem MODS-Standard kodiert.
Technisch handelt es sich dabei um eine Java-Webanwendung, die typischerweise auf einem Linux-System mit Apache-Tomcat-Webserver und MySQL-Datenbank läuft. Das Benutzerinterface ist browserbasiert und damit betriebssystemunabhängig.
Kitodo.Presentation ermöglicht die öffentliche Präsentation der Digitalisate. Diese Software ist eine Erweiterung des freien Content-Management-Framework TYPO3 in PHP. Sie wird beispielsweise im DFG-Viewer, der Referenzimplementierung für den Digitalisierungsstandard der DFG-Praxisregeln Digitalisierung der Deutschen Forschungsgemeinschaft, verwendet.
Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert auch die Weiterentwicklung von Kitodo.
Weitere Komponenten von Kitodo sind Kitodo.Publication (ein TYPO3-Modul, das einen Dokumentenserver bereitstellt), Kitodo.Contentserver sowie Kitodo.UGH.
Die folgenden Archive und Bibliotheken nutzen Kitodo für die Digitalisierung und teilweise auch für die Präsentation von digitalen Sammlungen:
Weitere Anwendungsmöglichkeiten bietet Software, die explizit Schnittstellen zu Kitodo anbietet, beispielsweise die virtuelle Forschungsumgebung für die Geisteswissenschaften FuD der Universität Trier.