| Kiulap | ||
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| Koordinaten | 4° 54′ N, 114° 56′ O | |
| Basisdaten | ||
| Staat | Brunei | |
| Distrikt | Brunei-Muara | |
| ISO 3166-2 | BN-BM | |
| Kampong | Kampong Kiulap | |
Kampong Kiulap (malaiisch Kampung Kiulap) ist ein Stadtviertel von Bandar Seri Begawan, der Hauptstadt von Brunei und zugleich ein Kampong (Verwaltungseinheit „Dorf“) im Distrikt Brunei-Muara im Mukim Gadong B. Es erstreckt sich über eine Fläche von 176,53 ha; 2016 wurden 3.400 Einwohner gezählt.
Das Viertel hatte ursprünglich keinen Namen. „Kiulap“ bezieht sich auf die Bezeichnung „Sulap“, ein Name für die kleinen Hütten (junjung), die gewöhnlich in Reisfeldern oder in Gärten als Rastplätze dienen. Die Besitzer kommen unter anderem aus den Mukim' Tamoi, Burong Pingai Ayer (Lurong Dalam), Sungai Kedayan und Kianggeh (Kumbang Pasang, Pintu Malim und Kota Batu). Reis, Pfeffer, Gambir und Tabak werden dort angebaut. Teilweise stammen die Pflanzungen von sirih und Gambir aus den 1950er und 1960er Jahren.

Kiulap liegt im Zentrum von Bandar Seri Begawan, zusammen mit Kampong Kiarong in der Nähe des Stadtzentrums Pusat Bandar und von Gadong, einem weiteren Wirtschaftszentrum in der Hauptstadt. Der Fluss Sungai Kedayan bildet die Ostgrenze von Kiulap zum benachbarten Kumbang Pasang.
Der Bau zweier parallel verlaufender Straßen, des Sultan Hassanal Bolkiah Highway und der Jalan Jame’ Asr, hat das Gebiet von Kiulap in drei geteilt. Zwei der Gebietsteile beherbergen die Wohnquartiere und der dritte Teil im Norden, in der Nähe des Flusses fungiert als gewerbliches Gebiet.
Das Dorf entstand in den 1930ern. Während der japanischen Besatzung in den 1940er Jahren errichteten die Japaner zwei ihrer Stützpunkte in dem Gebiet, woraufhin die Einwohner nach Kampong Lurong Dalam (Burong Pingai Ayer) zogen. Nach dem Ende der japanischen Besatzung kehrten sie nach Kiulap zurück. Anfang der 1960er Jahre trafen sich die Bewohner von Kampong Kiulap, um im Mukim Lamunin Holz für den Bau der Schulmauer zu kaufen. Einige Dorfbewohner brachten auch Doppelnägel und Sägen zum Bau der Schule mit. Die Schule wurde auf Waqf-Land und mit Unterstützung der Regierung auf einer Fläche von fünf Acres errichtet und hatte ein Laubdach und einen Lehmboden. Der erste Schulleiter war Cikgu Suthi (von der Ehtnie der Dusun).

Kiulap ist eines der wenigen Gewerbegebiete in Bandar Seri Begawan. Es besteht hauptsächlich aus Komplexen von Ladengeschäften, in denen vor allem Einzelhandel und Gastronomie, ansässig sind. Es gibt ein kleines Einkaufszentrum mit einem Multiplex-Kino, einige Hotels und Büros. Das Viertel ist auch bei Touristen beliebt, da sich hier mehrere Geschäftsgebäude und Hotels befinden.
Die Bewohner von Kampung Kiulap lebten früher vom Anbau der farbenprächtigen Gambir- und Betelblüten in Weiß und Rosa, die einen intensiven Duft verströmten. Die Blüten wurden bei Hochzeiten und Beerdigungen als Dekoration verwendet. Der Lebensunterhalt, insbesondere für die Menschen, die von Kampung Saba und Kampung Sungai Kedayan in das Gebiet kamen, wurde vor allem durch Kautschukschneiden gedeckt. Der gewonnene Kautschuk wurde anschließend an Chinesen verkauft. Einige Bewohner arbeiteten auch ausschließlich in der Reisernte. Sie wurden mit dem Boot nach Muara oder Pulau Chermin gerudert.

Zwei zweispurige controlled-access highways durchschneiden das Gebiet von Kiulap. Der Sultan Hassanal Bolkiah Highway und die Jalan Jame’ Asr verlaufen parallel zueinander und kommen in einem großen Kreisverkehr im benachbarten Kiarong zusammen. Der zentrale Teil wird durch die Jalan Kiulap erschlossen und hat Anschluss an beide Highways, jedoch nur indirekt über Simpang 127. Der nördliche Teil ist Gewerbegebiet und wird durch die Jalan Komersial Kiulap erschlossen, die eine direkte Zufahrt zur Jalan Jame’ Asr hat. Der südlichen Teil ist nicht direkt aus Kiulap her erreichbar, sonderm wird durch die Jalan Kiarong aus dem benachbarten Kiarong her erschlossen.
Wie andere Dörfer verfügt auch Kiulap über grundlegende Einrichtungen wie Strom, Wasser und Telefon. Die wichtigste Einrichtung im Dorf ist zweifellos das Raja Isteri Pengiran Anak Saleha Hospital. Darüber hinaus gibt es eine Grundschule, die nachmittags auch für den Religionsunterricht genutzt wird, das KACA-Zentrum, die IGS-Schule und die Nusa Laila Puteri Schule. In dem Gebiet befindet sich außerdem die japanische Botschaft.
Das Gemeinschaftshaus Surau befand sich früher in einem Gebiet namens „di laut“ (am Ende der Anhöhe nahe dem heutigen RIPAS-Krankenhaus), um den Dorfbewohnern entgegenzukommen. Sie diente jedoch ausschließlich den Pflichtgebeten. Die Surau hatte ein Blätterdach und Kajang-Wände, der Boden bestand aus zwei Zoll dicken, gehobelten Brettern. Zum Freitagsgebet wurde die Moschee in der Nähe von Dang Ayangs Grab per Ruderboot erreicht, bis die Sultan-Omar-Ali-Saifuddin-Moschee eingeweiht wurde.
In Kiulap befindet sich die öffentliche Grundschule Haji Mohammad Jaafar Maun. Sie teilt sich das Gelände mit einer gleichnamigen Koranschule, die den für muslimische Schüler im Land obligatorischen islamischen Religionsunterricht (Ugama) anbietet. In Kiulap befindet sich auch das International Graduate Studies College (IGS), eine der wenigen privaten postsekundären Bildungseinrichtungen des Landes.