Klangspuren, auch Klangspuren Schwaz, ist ein jährlich im September stattfindendes, mehrwöchiges Festival für zeitgenössische, avantgardistische Musik, das 1994 in Schwaz in Tirol von Thomas Larcher, Anton Hütter und Maria-Luise Mayr gegründet wurde, um der zeitgenössischen Musik in Tirol eine Plattform zu geben. Seither sind über 200 neue Orchester- und Ensemblewerke im Auftrag der Klangspuren entstanden.
Ein Schwerpunkt des Festivals ist der Versuch, etwa durch Vermittlungsprojekte für verschiedene Altersstufen neue Publikumsschichten zu erschließen. Dabei wird auch mit ungewöhnlichen Werbemethoden und Aufführungsorten wie zum Beispiel Supermärkten und Fabriks- oder Tennishallen gearbeitet.
Künstler, die Werke für Klangspuren Schwaz komponierten oder im Rahmen des Festivals auftraten, sind unter anderem Georg Friedrich Haas, Helmut Lachenmann, György Kurtág, Johannes Maria Staud, Olga Neuwirth, Beat Furrer, Martin Mumelter, Christian Marclay, Pierre-Laurent Aimard, Sofia Gubaidulina und Rebecca Saunders. Auf dem Festival traten Ensembles wie das Ensemble Modern, das Klangforum Wien, das Ensemble intercontemporain oder The Next Step auf.
2003 übernahm der Südtiroler Pianist Peter Paul Kainrath die künstlerische Leitung des Festivals von Thomas Larcher. 2013 folgte ihm der deutsche Musikkurator Matthias Osterwold nach, ab 2019 übernahm der österreichische Musikkurator und Journalist Reinhard Kager die künstlerische Leitung. Von 2022 bis 2025 kuratierte Christof Dienz Klangspuren Schwaz. Im ersten Jahr seiner Leitungsperiode, 2022, verantwortete er das Festival gemeinsam mit der Komponistin Clara Iannotta. Für die Festivalausgabe 2024 stand ihm die Musikerin und Komponistin Eva Reiter als Co-Kuratorin zur Seite. Seit 2026 ist der niederländische Trompeter und Musikkurator Marco Blaauw künstlerischer Leiter der Klangspuren Schwaz.