Klaus Heider

Klaus Heider (* 25. Oktober 1936 in Göppingen; † 28. Oktober 2013 in Stuttgart) war ein deutscher Grafiker, Maler, Fotograf, Installations- und Objektkünstler sowie Hochschullehrer.

Leben und Werk

Der ausgebildete Grafiker arbeitete mit verschiedenen Drucktechniken: Radierungen, Lithografien, Siebdruck, Offsetdruck und Heliogravure. Zudem malte und zeichnete er und experimentierte mit Collagen. Zuletzt beschäftigte er sich vor allem mit der Fotografie. Aus der Auseinandersetzung mit Fotografie ging das Kosmische Lichtbildarchiv hervor, das neben dem Schatten der Unendlichkeit zu seinen bedeutendsten Arbeiten zählt.

Nach einer Ausbildung zum Gebrauchsgrafiker bewarb sich Klaus Heider auf Empfehlung seines Lehrers an der Stuttgarter Kunstakademie. Von 1957 bis 1960 studierte er dort bei Manfred Henninger Malerei und Zeichnung. 1960 wechselte er an die Hochschule für bildende Künste Berlin. In Berlin besuchte Klaus Heider Ausstellungen von Cy Twombly und Robert Rauschenberg, deren Werk den jungen Künstler stark beeinflusste. 1964 beendete er sein Studium als Meisterschüler und kehrte 1966 nach Göppingen zurück. Bis zu seinem Tode lebte und arbeitete er in Bad Boll sowie im italienischen Cima.

Von 1970 bis 1971 nahm Heider die Vertretung des vakanten Lehrstuhls für Glasmalerei und Mosaik an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart wahr. Nach einer Reise an die französische Atlantikküste entstand zwischen 1972 und 1975 die Serie Atlantikbunker über die Reste der Bauwerke des Atlantikwalls. Während eines Gastaufenthaltes an der Villa Romana in Florenz 1977 realisierte Heider eine dauerhaft in den Boden eingelassene Glastreppe. Nach einem ersten Besuch des Pantheons in Rom im 1982 begann eine intensive malerische und fotografische Auseinandersetzung mit diesem antiken Bauwerk. Zudem plante Heider dort eine Lichtinstallation mit Laserstrahlen, die wegen baulicher Mängel nicht ausgeführt werden konnte. Sie ging einher mit Heiders erster Lichtarbeit Lichtjahr. 1982 erhielt er den Rompreis der Villa Massimo. Von 1983 bis 2000 hatte er eine Professur für Fotografie und Malerei an der Hochschule für Gestaltung in Pforzheim inne.

Klaus Heider war Mitglied im Deutschen Künstlerbund.

Auszeichnungen

Ausstellungen (in Auswahl)

Ausstellungsbeteiligungen (in Auswahl)

Werke (Auswahl)

Arbeiten im Öffentlichen Raum

Filme

Künstlerbücher

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Maler und Grafiker Klaus Heider gestorben (Memento des Originals vom 29. Oktober 2013 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  2. ↑ Wolfgang Kermer: Daten und Bilder zur Geschichte der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Stuttgart: Edition Cantz, 1988 (= Verbesserter Sonderdruck aus: Die Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart: eine Selbstdarstellung. Stuttgart: Edition Cantz, 1988), o. P. [14].
  3. ↑ kuenstlerbund.de: Ordentliche Mitglieder des Deutschen Künstlerbundes seit der Gründung 1903 / Heider, Klaus (Memento des Originals vom 4. März 2016 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. (abgerufen am 17. August 2015)
  4. ↑ Klaus Heider: Durch die Zeit. Edition Galerie Edith Wahlandt. Hg. Galerie Edith Wahlandt und Klaus Heider anlässlich der Ausstellung „Durch die Zeit“, Werke von 1965 bis 2006. Stuttgart 2006.
Personendaten
NAME Heider, Klaus
KURZBESCHREIBUNG deutscher Künstler
GEBURTSDATUM 25. Oktober 1936
GEBURTSORT Göppingen
STERBEDATUM 28. Oktober 2013
STERBEORT Stuttgart