Klaus Sohl (* 25. Juni 1935 in Dresden) ist ein deutscher Historiker und ehemaliger Museumsleiter.
Nach seinem Abitur in Dresden studierte Klaus Sohl u. a. bei Walter Markov, Ernst Engelberg und Ernsgert Kalbe an der Universität Leipzig Geschichte auf Lehramt. Zudem erlangte er während des Studiums Kenntnisse der bulgarischen Sprache und Geschichte. Nach seinem Examen als Geschichtslehrer wurde er 1957 Mitarbeiter im Georgi-Dimitroff-Museum Leipzig mit den Forschungsschwerpunkten Geschichte der Arbeiterbewegung und des Antifaschismus. 1969 wurde er dort stellvertretender Direktor und verantwortlich für die Sammlungsarbeit des Museums. Im Jahr 1978 wurde er zum Thema Zur Rolle der Braunbücher bei der Entlarvung der Reichstagsbrandprovokation und der Verbreiterung der antifaschistischen Kampffront promoviert.
1979 wurde er als Nachfolger von Lothar Wenzel Direktor des Museums für die Geschichte der Stadt Leipzig. Die Erforschung der Regionalgeschichte erfuhr in dieser Zeit eine Aufwertung, Sohl profitierte davon in der Arbeit des Museums. Er gab weiter das Jahrbuch zur Geschichte der Stadt Leipzig heraus, ab 1981 unregelmäßiger unter dem Titel Leipzig. Aus Vergangenheit und Gegenwart. Beiträge zur Stadtgeschichte erscheinend. 1990 gab er mit dem Band Neues Leipzigisches Geschicht-Buch die erste wissenschaftliche Gesamtdarstellung der Leipziger Stadtgeschichte heraus, ab 1994 das in Loseblatt-Form erschienene Leipzig-Archiv mit hochwertigen Faksimiles aus Leipziger Museen und Archiven, für das er zahlreiche Beiträge verfasste.
1996 wurde er als Direktor des Stadtgeschichtlichen Museums von Volker Rodekamp abgelöst, im Jahr 2000 ging er in den Ruhestand. Sohl lebt in Taucha bei Leipzig.
| Personendaten | |
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| NAME | Sohl, Klaus |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Historiker und Museumsleiter |
| GEBURTSDATUM | 25. Juni 1935 |
| GEBURTSORT | Dresden |