Klaus Horst Tilke (* 19. Juni 1905 in Karlshorst bei Berlin; † 5. Oktober 1979 in Potsdam) war ein deutscher Bildhauer und Keramiker.
Klaus Tilke war ein Sohn des Kunstmalers Konstantin Willi Tilke und dessen Frau Hedwig Ella, geb. Stange. Zur Ausbildung Tilkes wurden keine Informationen gefunden. Er trat bereits 1928 als Bildhauer mit keramischen Tierplastiken hervor. Es gibt jedoch keine Hinweise auf Ausstellungen in der Weimarer Republik und in der Zeit des Nationalsozialismus. Das Berliner Adressbuch verzeichnete ihn bis 1933 als Bildhauer in der Zehlendorfer Beerenstraße 57, von wo er nach Potsdam zog.
Tilke war Mitglied im Reichsverband bildender Künstler Deutschlands. Er wurde nach dem Beginn des Zweiten Weltkriegs zur Wehrmacht eingezogen und geriet in Kriegsgefangenschaft.
Danach arbeitete er in Potsdam als Bildhauer und insbesondere als Keramiker, in den 1950er/1960er Jahren auch zusammen mit den HB-Werkstätten für Keramik. Öffentlich präsent wurden vor allem mehrere Tierplastiken für den Tierpark Berlin-Friedrichsfelde und den Zoo Rostock, von denen einige als Wegweiser dienten oder noch immer dienen. Die meisten sind inzwischen verloren gegangen. Tilke war Mitglied im Verband Bildender Künstler der DDR und 1974 auf der Bezirkskunstausstellung Potsdam vertreten.

| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Tilke, Klaus |
| ALTERNATIVNAMEN | Tilke, Klaus Horst (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bildhauer und Keramiker |
| GEBURTSDATUM | 19. Juni 1905 |
| GEBURTSORT | Karlshorst bei Berlin |
| STERBEDATUM | 5. Oktober 1979 |
| STERBEORT | Potsdam |