| Zwerg-Filzkraut | ||||||||||||
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Zwerg-Filzkraut (Filago minima) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Logfia minima | ||||||||||||
| (Sm.) Dumort. |
Das Zwerg-Filzkraut (Logfia minima (Sm.) Dumort., Synonym Filago minima (Sm.) Pers.), auch Kleines Filzkraut genannt, ist eine zierliche Pflanzenart in der Familie der Korbblütler (Asteraceae).


Es handelt sich um eine einjährige krautige Pflanze, die Wuchshöhen von 5 bis 20 cm erreicht und meist bereits vom Grund an verzweigt ist (im Gegensatz zum recht ähnlichen Acker-Filzkraut, Filago arvensis). Die gesamte Pflanze ist seidig graufilzig. Die linealischen Laubblätter werden nicht länger als 10 mm und nur 0,5 bis 1,2 mm breit.
Der Hauptstängel endet in einem Knäuel aus drei bis sieben körbchenförmigen Blütenständen. Die winzigen Blütenkörbchen sind nur etwa 3 mm groß. Die breit hautrandigen Hüllblätter sind nur in der unteren Hälfte filzig.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 28.
Das Zwerg-Filzkraut ist in Europa von Nordspanien bis Westrussland verbreitet und besiedelt Trocken- und Halbtrockenrasen. Zudem ist es in kurzlebigen, ruderalen Äcker- und Unkrautfluren zu finden, wobei es leicht saure, trockene, vor allem aber stickstoffarme, sandige, basenarme, humus- und feinerdearme Sand- und Steingrusböden bevorzugt. Da solche Flächen in der intensiv bewirtschafteten Kulturlandschaft Mitteleuropas immer seltener werden, gilt das Zwerg-Filzkraut lokal und regional als gefährdet; in Deutschland wird es auf der Vorwarnliste der Roten Liste geführt. Vom Brachfallen sandiger Ackerstandorte profitiert die Pflanze; umgekehrt bewirkt eine intensive Inanspruchnahme bisheriger Stilllegungsflächen – etwa zwecks Anbaus nachwachsender Rohstoffe – ein Zurückdrängen der Bestände. Das Zwerg-Filzkraut ist in Mitteleuropa eine Charakterart des Verbands Thero-Airion und kommt auch in Gesellschaften des Verbands Corynephorion vor, ist aber in Südeuropa eine Charakterart des Verbands Helianthemion guttati.
Das Zwerg-Filzkraut hat ursprüngliche Vorkommen in fast ganz Europa. Es fehlt nur in den Ländern Island und Finnland. Außerhalb Europas kommt es in Marokko und Algerien vor. In Mitteleuropa kommt es in Deutschland verbreitet im Norden, zerstreut bis selten im mittleren und südlichen Gebiet, vor, in Österreich in Niederösterreich, Oberösterreich, Kärnten, Burgenland und Steiermark, in der Schweiz im Tessin und Wallis, in Tschechien und in Südtirol vor. Die ökologischen Zeigerwerte nach Landolt et al. 2010 sind in der Schweiz: Feuchtezahl F = 1 (sehr trocken), Lichtzahl L = 4 (hell), Reaktionszahl R = 2 (sauer), Temperaturzahl T = 4+ (warm-kollin), Nährstoffzahl N = 2 (nährstoffarm), Kontinentalitätszahl K = 3 (subozeanisch).
Das Zwerg-Filzkraut wurde 1800 von James Edward Smith unter dem Basionym Gnaphalium minimum in Flora Britannica Band 2 Seite 873 erstbeschrieben. Die Art wurde, seit 1807 von Christiaan Hendrik Persoon in die Gattung Filago (Filzkräuter) als Filago minima (Sm.) Pers. in Synopsis Plantarum Band 2 Seite 422 (1807) gestellt und ist in vielen Werken noch in dieser aufgeführt. Ein Synonym ist dann Logfia minima (Sm.) Dumort.
Filago wurde aufgrund molekulargenetischer Erkenntnisse in verschiedene neue Gattungen aufgesplittet. Mit der Wiedereinsetzung der Gattung Logfia wurde dabei ein Vorschlag wieder aufgenommen, den der französische Botaniker Alexandre Henri Gabriel de Cassini bereits im Jahr 1819 gemacht hatte, der bis dahin aber von den meisten Botanikern verworfen worden war. Der Name Logfia ist ein Anagramm von Filago und hat keine Bedeutung.