Die Knochentumoren lassen sich grundlegend in zwei Kategorien einteilen:
primäre Knochentumoren gehen direkt vom Knochengewebe aus (Knorpel, Osteoblasten oder Osteoklasten). Typisch für die Primären Knochentumoren ist, dass diese Prädilektionsalter und -ort besitzen. Ebenfalls gibt es meist einen Geschlechtsunterschied und oft spezielle Symptomatik. Die primären Knochentumoren kommen meist in der Zone des Längenwachstums (Epiphysenfuge und Metaphyse) vor, eine Ausnahme stellt das Ewing-Sarkom dar, da es meist in der Diaphyse lokalisiert ist. Da die Tumoren meist zerstörend (destruierend) wachsen, muss das Röntgenbild in die Diagnose mit einbezogen werden. Radiologisch werden sie nach der Lodwick-Klassifikation eingeteilt. Mit anderen Worten: das Röntgenbild ist die makroskopische Betrachtung der Knochentumoren. Dabei stehen die Endungen -chondrom, -osteom und -blastom für gutartig, die Endung -sarkom für bösartig.
Diese Tumoren gehen von den Osteoklasten oder den Osteoblasten aus. Gutartige Knochentumoren wachsen langsam-verdrängend und siedeln keine Metastasen ab. Das Enostom ist kein Tumor.
Osteoklastom auch als Riesenzelltumor des Knochens bezeichnet, neben dem Chondroblastom einziger primär, epiphysärer, lytischer Knochentumor der langen Röhrenknochen, kann semimaligne sein, drittgradige Osteoklastome sind immer bösartig
Osteomyelogene Tumoren
Diese vom Knochenmarksraum ausgehende Tumoren entstammen entweder Vorläuferzellen der Plasmazelle oder sind undifferenziert.
Plasmozytom synonym Morbus Kahler, von Plasmazellen ausgehende Erkrankung mit Befall der Knochen, bösartig
K. Krishnan Unni, Carrie Y. Inwards: Dahlin’s Bone Tumors: General Aspects and Data on 10,165 Cases. 6. Auflage. Lippincott / Williams & Wilkins, 2009, ISBN 978-0-7817-6242-7.
Jürgen Freyschmidt, Helmut Ostertag, Gernot Jundt: Knochentumoren mit Kiefertumoren. Klinik – Radiologie – Pathologie. 3. Auflage. Springer 2010, ISBN 978-3-540-75152-6.
Fritz Schajowicz: Tumors and Tumorlike Lesions of Bone: Pathology, Radiology, and Treatment. 2. Auflage. Springer 1994, ISBN 0-387-55366-5.
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