
Knut Buen (* 31. Oktober 1948 in Kongsberg/Provinz Buskerud) ist ein norwegischer Hardangerfiedler.
Buen entstammte einer Musikerfamilie. Seine Eltern waren der Fiedler Anders A. Buen und die Sängerin Margit Buen, seine Geschwister die Sängerin Agnes Buen Garnås, der Musiker Hauk Buen sowie die Bildhauerin Kari Buen. Sein Onkel John Tjønn war Geigenbauer. Durch seine Mutter und auch durch die Liedermacherin Marit Jensen Lillebuen lernte er ein breites Spektrum norwegischer Volksmusik kennen. Seine ersten Begegnungen mit dem Geschichtenerzählen hatte er durch seine Großmutter Tora O. Buen, seinen Onkel Gjermund O. Våle, den Dorfdichter Olav J. Rui und den Geiger Jørgen Tjønnstaul.
Ab dem fünften Lebensjahr wuchs er im Dorf Tuddal in Telemark bei seinem Onkel, dem Geigenbauer Gjermund Tjønn und dessen Frau, der Musikerin und Komponistin Bergit Tjønn auf, die seine Pflegeeltern wurden. Ab dem neunten Lebensjahr unterrichtete ihn Olav Løndal auf der Hardangerfiedel in der Tradition von Svein K. Løndal, die für ihn prägend war. Wichtige Impulse erhielt er auch von der Slåtte-Tradition nach Knut Dahle.
Seit den 1960er Jahren trat Buen im Radio und Fernsehen als Musiker, aber auch als Moderator und Teilnehmer von Diskussionssendungen auf. Bei seinen jährlich mehr als fünfzig Konzerten verbindet er oft das Spiel auf der Hardangerfiedel mit dem traditionellen Geschichtenerzählen. International arbeitete er mit Musikern und Komponisten verschiedener Genres wie Jazz, Blues, klassische Musik, Volksmusik und Ethnomusik sowie mit Autoren und darstellenden Künstlern zusammen und trat in vielen europäischen Ländern sowie in den USA und Nicaragua auf.
Sein erstes Album veröffentlichte Buen 1978. Später gab er Schallplatten und Kassetten im eigenen Verlag heraus, zunächst unter dem Namen Rupesekken forlag, später unter dem Label Buen Kulturverkstad. Hier erschienen bereits vor 2000 neben Büchern, Broschüren und etwa 20 CDs mehr als 100 Kassetten und LPs. Eigene Kompositionen veröffentlichte er auf den Alben På gamle tufter (1985) und Attersyn (1995). Daneben war er in den 1970er Jahren Kolumnist beim Telemark Arbeiderblad.
In seinem Heimatort Tuddal eröffnete Buen 1993 den eigenen Konzertsaal Tuddal Amfi und die Galerie Tonehall. Weiterhin engagierte er sich seit 1975 als Vorsitzender das Tuddaler Spielvereins, seit 1992 des Tuddaler Museumsvereins und seit 1993 der Hjartdal Arbeiderparti. Anne Lognvik drehte 2023 den Dokumentarfilm Knut Buen.
Ausgezeichnet wurde er u. a. mit der Myllargutens gullmedalje (1979), dem Telemark fylkes kulturpris (1986), dem Lindemanprisen (1992) und dem Preis des Rådet for folkemusikk og folkedans (1993). 1999 erhielt er das Ritterkreuz Erster Klasse des Sankt-Olav-Ordens.
| Personendaten | |
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| NAME | Buen, Knut |
| KURZBESCHREIBUNG | norwegischer Hardangerfiedler |
| GEBURTSDATUM | 31. Oktober 1948 |
| GEBURTSORT | Kongsberg |