Knut Remond

Knut Remond, 2018

Knut Nicolas Remond (* 4. Juli 1956 in Basel) ist ein Schweizer Komponist und Filmmusiker.

Leben und Werdegang

Remond ist ausgebildet in klassischem Schlagzeug und Komposition. Ab Ende der 70er Jahre spielte er als Percussionist in mehreren international auftretenden Gruppen wie 16/17, MIT, UnknownmiX (UX), die er mitbegründete, TV TOTEM und Voice Crack, wobei er bestrebt war, die Möglichkeiten des Schlagzeugs über die bloße Begleitfunktion auszuweiten.

1989 drehte Peter Liechti den Film „Kick that habit“ mit und über Remond und die Gruppe Voice Crack.

Nach längeren Aufenthalten in Montreal und Paris lebte Knut Remond von 1992 bis 2003 im Walliser Binntal, wo er sich der Komposition unter Einbeziehung von Realsound aus der Natur zuwandte. In dieser Zeit entstanden einige seiner bedeutendsten Werke wie „Hochzit va Himmel & Hell“ nach Texten des englischen Dichters William Blake, „cowmeditation“ (CoSMICS Vol. II) (Auszeichnung Selection durch Swiss Radio International), die Komposition „Physische Körper“ (Sieger im Kompositionswettbewerb der Basler Musikkreditkommission und spätere Grundlage für ein Stück des Internationalen Tanzensembles Cathy Sharp), d e e p structure (CoSMICS Vol. III) und die Filmmusik zu Peter Liechtis Film „Signers Koffer“.

Seit 2006 lebt und arbeitet Knut Remond in Berlin, wo er mit Katharina Moos „ohrenhoch, den Geräuschladen“ gründete: Eine Hörgalerie für die Präsentation internationaler Klangkunst und eine Hörschule, in der Kinder und Jugendliche lernen, forschen und experimentieren. Nach eigenen und gemeinsamen Ideen realisieren sie Projekte mit Aufzeichnungen von Realsound, Geräuschinstallationen und Klangobjekten. In den Jahren 2008 und 2009 wurden die ohrenhoch-Kids für die Werke „Nachttropfendrache“ und „Regenwurmstadt und Maulwurfgarten“ mit dem Junge Ohren Preis ausgezeichnet. 2010 kreierte Knut Remond mit Berliner Schülern und der Berliner Capella ein Oratorium zur Deutschen Einheit. „Erhebe deine Stimme“ wurde zum 20. Jahrestag der Wiedervereinigung im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie aufgeführt und erhielt ebenfalls den Preis für junge ohren. 2015 konzipierte und inszenierte er für das Sinfonieorchester St. Gallen mit „Social Sound Organism“ ein partizipatorisches Stück, in dem 3 Dutzend Laien den Realsound ihres alltäglichen Lebens verarbeiteten.

Werke (Auswahl)

Diskografie (Auswahl)

Filmografie/Filmmusik

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. ↑ 16-17. Abgerufen am 7. Januar 2023.
  2. ↑ Article about 16-17 by Manuel Liebeskind. Abgerufen am 8. Januar 2023.
  3. 1 2 Vitko: Different Perspectives In My Room...!: MIT – Knoten (LP-1981). In: Different Perspectives In My Room...! 1. Februar 2016, abgerufen am 8. Januar 2023.
  4. ↑ Unknownmix – UX. In: Museum für Gestaltung eGuide. Abgerufen am 8. Januar 2023 (amerikanisches Englisch).
  5. ↑ Tv Totem - TV TOTEM 4. Abgerufen am 7. Januar 2023.
  6. ↑ TV Totem Collection. In: Orbeatize. Abgerufen am 7. Januar 2023 (italienisch).
  7. ↑ United Phoenix Records | Remond Knut. Abgerufen am 7. Januar 2023.
  8. 1 2 Peter Liechti: Kick That Habit. Liechti Filmproduktion, 9. April 2010, abgerufen am 8. Januar 2023.
  9. ↑ Kick That Habit. Abgerufen am 8. Januar 2023.
  10. 1 2 Hochzit va himmel und hell: Sprengt die Fesseln. 7. Februar 2012, abgerufen am 8. Januar 2023.
  11. ↑ Cathy Sharp – Theaterlexikon - CH. Abgerufen am 15. Januar 2023.
  12. 1 2 3 Signers Koffer. Abgerufen am 8. Januar 2023.
  13. 1 2 Maris Hubschmid, Jan Oberländer: 20 Jahre deutsche Einheit: 3. Oktober: Blog, Fotos, Videos - und ein Cocktailrezept. In: Der Tagesspiegel Online. 3. Oktober 2010, ISSN 1865-2263 (tagesspiegel.de [abgerufen am 8. Januar 2023]).
  14. 1 2 Höhepunkte. Abgerufen am 8. Januar 2023.
  15. 1 2 Ausgezeichnetes für junge Ohren: Die Gewinner des junge ohren preis 2010 stehen fest. Abgerufen am 8. Januar 2023.
  16. 1 2 Rolf App: Soundtrack des Lebens. Abgerufen am 8. Januar 2023.
  17. 1 2 Martin Preisser: Dem eigenen Leben zuhören. Abgerufen am 8. Januar 2023.
  18. 1 2 Hören und teilen - Lokaltermin - SRF. Abgerufen am 7. Januar 2023.
  19. ↑ United Phoenix Records | Phoenix_Trio. Abgerufen am 8. Januar 2023.
  20. ↑ Various - 26C4 Kombination - WIM-Koprod-Sampler 1. Abgerufen am 8. Januar 2023.
  21. ↑ UnknownmiX - UX. Abgerufen am 8. Januar 2023 (englisch).
  22. ↑ UnknownmiX - Loops. Abgerufen am 8. Januar 2023 (englisch).
  23. ↑ UnknownmiX - Mix 3. Abgerufen am 8. Januar 2023 (englisch).
  24. ↑ Minus Delta T - Opera Death. Abgerufen am 8. Januar 2023.
  25. ↑ 16-17 - 16-17 / Hardkore & Buffbunker / When All Else Fails... Abgerufen am 8. Januar 2023 (englisch).
  26. ↑ 16-17 / When All Else Fails..., by 16-17. Abgerufen am 8. Januar 2023 (englisch).
  27. ↑ 16-17 - When All Else Fails... Abgerufen am 8. Januar 2023.
  28. ↑ 16-17 - Gyatso. Abgerufen am 8. Januar 2023.
  29. ↑ Voice Crack - Earflash. Abgerufen am 8. Januar 2023.
  30. ↑ Borbetomagus & Voice Crack - Asbestos Shake. Abgerufen am 8. Januar 2023.
  31. ↑ Cosmics Vol.1. Abgerufen am 8. Januar 2023 (englisch).
  32. ↑ Knut Remond - Cowmeditation - Cosmics Vol.2. 1996, abgerufen am 2. Dezember 2024.
  33. ↑ Jenny Holzer, Kornelia Bruggmann, Knut Remond - Deep Structures Cosmics Vol. 3. 2001, abgerufen am 2. Dezember 2024 (englisch).
  34. ↑ Various - State Of The Union. Abgerufen am 8. Januar 2023.
  35. ↑ News | 18. März 2009 | Der junge ohren preis: Ausgezeichnetes für junge Ohren. Abgerufen am 8. Januar 2023.
  36. ↑ Die Gewinner des junge ohren preis 2009 stehen fest | nmz - neue musikzeitung. Abgerufen am 8. Januar 2023.
Personendaten
NAME Remond, Knut
ALTERNATIVNAMEN Remond, Knut Nicolas (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG Schweizer Musiker und Filmmusikkomponist
GEBURTSDATUM 4. Juli 1956
GEBURTSORT Basel, Schweiz