Koordinierungsstelle für IT-Standards

Die Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT) koordiniert die Entwicklung und den Betrieb von IT-Standards für den Datenaustausch in der öffentlichen Verwaltung der Bundesrepublik Deutschland. Inzwischen ist die KoSIT Mitglied im föderalen Standardisierungsboard des IT-Planungsrates.

Geschichte

Die Errichtung der KoSIT ist eine Folge der Ergänzung des Grundgesetzes um den Artikel 91c sowie des zugehörigen IT-Staatsvertrages. Die KoSIT unterstützt den IT-Planungsrat in dessen Aufgabe, fachunabhängige und fachübergreifende IT-Interoperabilitäts- und IT-Sicherheitsstandards zu beschließen und Bund-Länder-übergreifende E-Government-Projekte zu steuern. Sie ist dabei die Herrin über die interoperablen XÖV-Standards, die nach einem modellbasierten Entwicklungsprozess entwickelt werden, in dem auf Basis von UML-Klassendiagrammen automatisch Artefakte wie Schemata und Spezifikationen generiert werden.

Historisch ist die KoSIT aus der Entwicklung des Online Services Computer Interface (OSCI) entstanden und hieß damals OSCI-Leitstelle. Mit Beschluss 2010/19 hat der IT-Planungsrat am 24. September 2010 die KoSIT beschlossen. Im Zuge der Weiterentwicklung der zugehörigen Datenformate rund um das sogenannte XÖV-Rahmenwerk erfolgte zum 1. April 2011 eine Umbenennung in Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT). Unverändert ist die KoSIT bei dem für E-Government zuständigen Referat in der Kernverwaltung der Freien Hansestadt Bremen angesiedelt.

Aufgaben

Aus dem IT-Planungsrat ist die KoSIT im Jahr 2010 für vier Themen beauftragt worden:

Die KoSIT erhält auch von anderen Stellen der öffentlichen Verwaltung Aufträge für die eine separate Finanzierung erfolgt. Diese Möglichkeit wird derzeit besondere von der Innenverwaltung genutzt.

Die bekanntesten Aktivitäten der KoSIT liegen in der Betreuung des XÖV-Rahmenwerks und Online Services Computer Interface (OSCI).

Das Eckpunktepapier als Anlage 3 zum Beschluss 19-2010 führt die Aufgaben im Detail aus.

Die FITKO hat eine Evaluation ihrer Rahmenvereinbarung mit der KoSIT in den Jahren 2022 und 2023 durchgeführt. Im Ergebnis liegt die Verantwortung für föderale IT-Standards beim IT-Planungsrat, der das föderale Standardisierungsboard nutzt, in dem die KoSIT Mitglied ist.

Siehe auch

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Föderales IT-Standardisierungsboard. Abgerufen am 24. April 2026 (deutsch).
  2. ↑ Amelie Flatt, Arne Langner, Olof Leps: Model-Driven Development of Akoma Ntoso Application Profiles. Hrsg.: Springer Nature. 1. Auflage. Springer Nature, Heidelberg 2022, ISBN 978-3-031-14131-7 (online [abgerufen am 19. August 2022]).
  3. ↑ Errichtungskonzept für den Aufbau der Koordinierungsstelle für IT-Standards. Aufgaben- und Arbeitsplanung sowie Leitlinien für die strategische Ausgestaltung. (PDF) In: it-planungsrat.de. 3. März 2011, abgerufen am 1. Juni 2025.
  4. ↑ IT-Planungsrat. 3. Sitzung. Beschluss 2010/19 Aufbau der Koordinierungsstelle für IT-Standards. (PDF) In: it-planungsrat.de. 24. September 2010, abgerufen am 1. Juni 2025.
  5. ↑ https://www.xrepository.de/ueberUns.xhtml Geschichte KoSIT (abgerufen am 5. Mai 2016)
  6. ↑ https://www.xrepository.de/ueberUns.xhtml – Aufgaben KoSIT (abgerufen am 5. Mai 2016).
  7. ↑ Koordinierungsstelle für IT-Standards, abgerufen am 23. Juni 2014.
  8. ↑ Aufgabenübersicht für die Koordinierungsstelle für IT-Standards (KoSIT). Anlage 3 zum Eckpunktepapier. (PDF) In: it-planungsrat.de. 26. August 2010, abgerufen am 1. Juni 2025.
  9. ↑ FITKO: Kriterienkatalog für Evaluation der Rahmenvereinbarung. In: IT-Planungsrat. FITKO, 1. Juli 2022, abgerufen am 24. April 2026.
  10. ↑ FITKO: Evaluationsbericht. In: Unterlagen für die Abteilungsleiterrunde. IT-Planungsrat, 29. März 2023, abgerufen am 24. April 2026.