| Bartpitta | ||||||||||||
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Bartpitta (Erythropitta kochi), Männchen | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Erythropitta kochi | ||||||||||||
| (Brüggemann, 1876) |

Die Bartpitta, auch Kochpitta, (Erythropitta kochi, Syn. Pitta kochi) ist ein Sperlingsvogel aus der Gattung Erythropitta innerhalb der Familie der Pittas (Pittidae).
Der Vogel ist endemisch auf Luzon, Philippinen, die andere endemische Pitta auf der Insel ist die Blaubauchpitta (Pitta steerii).
Das Verbreitungsgebiet umfasst Bergwald, Eichenwälder, Wälder mit geschlossenem Kronendach, gern an steilen Hängen und mit dichtem Unterwuchs, auch Wolken- und Nebelwald, Rhododendron und Farne im Unterwuchs. Gern werden auch Wälder genutzt, in denen sich Bartschweine (Sus barbatus) aufhalten, jeweils in Höhenlagen oberhalb von 300, meist oberhalb von 900–1500, seltener bis 2350 m. ü. M.
Der lateinische Artzusatz bezieht sich auf Gottlieb Karl David von Koch (15. Oktober 1849 – 21. November 1914).
Die Art ist 22–23 cm groß und wiegt 113–116 g und ist damit die größte Pitta in der Region. Das Männchen hat eine dunkelbraune Kopfkappe, die zum Nacken hin rostfarben bis orange wird. Ein breiter blass aschbrauner Kinnstreif zieht bis an den Nacken heran. Die Oberseite ist matt dunkel olivgrün, Bürzel und Flügeldecken sind graublau, der Schwanz matt blau. Die Handschwingen zeigen im Fluge kleine weiße Flecken. Kehle und oberer Brustabschnitt sind dunkelbraun, dazu kommt ein breites blaues Brustband, an den Seiten häufig etwas grünlich, die übrige Unterseite ist scharlachrot. Die Iris ist dunkelbraun bis ziegelrot, der Schnabel schwarz, die Füße sind bräunlich bis schieferblau. Das Weibchen hat weniger graublau in den Flügeldecken und ist an der Unterseite oft blasser rot. Jungvögel sind überwiegend dunkelbraun mit weißlichem Bartstreif, an der Unterseite haben sie weißliche tropfenförmige Flecken, der Schnabel ist an der Spitze und der Basis des Unterschnabels blassgelb.
Die Art ist monotypisch.
Der Gesang wird als monotone Folge von wenige Sekunden langen tiefen, klagenden Lauten beschrieben wie „haaawwww haaww haaww haaww haaw-r“ oder „gooow-goow-goow-goow-goo“, jeweils mit dem ersten Ton langgezogen, dann etwas schneller und tiefer werdend. Das kann nach mehreren Sekunden wiederholt werden.
Die Art ist wohl überwiegend ein Standvogel, außerhalb der Brutzeit kann es zu Wanderbewegungen kommen.
Die Nahrung besteht vermutlich aus kleinen Käfern, die auf dem Boden gesucht werden im Laub und im Boden grabend mit dem Schnabel. Von Wildschweinen aufgewühlte Areale werden gerne abgesucht.
Die Brutzeit könnte zwischen Februar und Mai oder bis Oktober reichen. Nester wurden auf den Erdboden oder in etwa 1 Meter Höhe in einem Busch gefunden.
Der Bestand wurde noch im Jahre 2016 aufgrund des begrenzten Lebensraumes als potentiell gefährdet (Near Threatened) angesehen, gilt jetzt als nicht gefährdet (Least Concern).