„Ein Komponentenmodell legt einen Rahmen für die Entwicklung und Ausführung von Komponenten fest, der strukturelle Anforderungen hinsichtlich Verknüpfungs- bzw. Kompositionsmöglichkeiten sowie verhaltensorientierte Anforderungen hinsichtlich Kollaborationsmöglichkeiten an die Komponenten stellt. Darüber hinaus wird durch ein Komponentenmodell eine Infrastruktur angeboten, die häufig benötigte Mechanismen wie Verteilung, Persistenz, Nachrichtenaustausch, Sicherheit und Versionierung implementieren kann.“
Ein Komponentenmodell spezifiziert neben der genauen Form und Eigenschaften der
Komponenten, die dem Modell entsprechen, auch, wie Komponenten miteinander sprechen (Interaktions-Standard) und verbunden werden können (Kompositions-Standard).
Ein Komponentenmodell kann außerdem Implementierungen verschiedener Hersteller besitzen.
Konkrete Umsetzungen
Die verschiedenen Komponentenmodelle unterscheiden sich in Leistungsmerkmalen, unterstützten Betriebssystemen und der Möglichkeiten zur Komponenten-Erzeugung und -Verbindung.
Das von der Object Management Group spezifizierte Komponentenmodell Corba stellt zum Beispiel nur einen Standard dar, keine Implementierung. Aus diesem Grund gibt es Umsetzungen der Corba-Architektur von verschiedenen Herstellern.