Konstruktionslehre

Das Fach Konstruktionslehre vermittelt die angewandten Grundlagen des Konstruierens. In ihm werden die Grundlagen aus anderen Fächern wie der Technischen Mechanik, Werkstoffkunde oder Thermodynamik zusammengeführt und angewandt, bzw. konstruktionsmethodische Grundlagen vermittelt. Insofern existieren zwei Arten der „Lehre der Konstruktion“:

Konstruktionsmethodik

Wegen des noch relativ geringen Alters der Konstruktionsmethodik variieren die Bezeichnungen und Inhalte des Faches selbst zwischen den methodisch ausgerichteten Universitäten maßgeblich. Auch wenn die Zugehörigkeit zu einer speziellen „Schule“, wie z. B. der „Ilmenauer Schule“, der „Braunschweiger Schule“ oder der „Darmstädter Schule“ vielen Studenten nicht bewusst ist, so lassen sich doch wesentliche Kenntnisunterschiede ausmachen.

Konstruktionstechnik

Die Konstruktionslehre ist ein zentraler Lehrstoff in den technischen Ausbildungen von Technikerschulen und Universitäten. Beispielhafte Fachbereiche hierfür sind Feinwerktechnik, Luft- und Raumfahrttechnik, Produktionstechnik, Fahrzeugtechnik und Maschinenbau; dort auch als Maschinenkonstruktionslehre oder MKL bezeichnet.

Jüngste Diskussionen werfen die Frage auf, inwieweit externalisierte Kosten stärker in den Bewertungsmethoden des methodischen Konstruierens zu berücksichtigen seien. Klaus Kornwachs plädierte 2021 im Zuge dessen dafür, Reversibilität als „Kriterium der Technikbewertung“ zu berücksichtigen.

Ziel und Zweck der methodischen Konstruktionslehre

Konstruktionsmethodik soll:

Arbeitsfluss beim Konstruieren

Lehrinhalte

Lehrinhalte des Fachs Konstruktionslehre im Sinn Maschinenelemente sind beispielsweise:

Lehrinhalte der Konstruktionslehre in konstruktionsmethodischem Sinne sind beispielsweise:

und weitere.

Literatur zum Thema

Grundlagenwerke

weitere Literatur

Richtlinien

Methodensammlungen und Quellen im Internet

Einzelnachweise

  1. 1 2 Hans Dieter Hellige: Leitbilder und historisch-gesellschaftlicher Kontext der frühen wissenschaftlichen Konstruktionsmethodik. artec-Paper Nr. 8, Januar 1991
  2. ↑ An der Technischen Hochschule Dresden lehrte Willibald Lichtenheldt bereits in den 1950er Jahren in seiner Vorlesung Feinmechanische Konstruktion das “systematisches Konstruieren” am Beispiel der Getriebe-Konstruktion. Vgl. Willibald Lichtenheldt: Die Bedeutung der Konstruktionslehre für die Feinmechanik, Wissenschaftliche Zeitschrift der Technischen Hochschule Dresden, 3 (1953/54) Heft 2, Seiten 211 bis 214
  3. ↑ Hans Hellige: Hierarchische Ablaufsteuerung oder kooperative Bewaeltigung von Problemzusammenhaengen? Zur Geschichte von Modellen des Konstruktionsprozesses. 14. März 2018 (researchgate.net [abgerufen am 14. März 2018]).
  4. ↑ Klaus Kornwachs: Ist das Technik oder kann das weg?: Zur Reversibilität von Technologien. In: TATuP - Zeitschrift für Technikfolgenabschätzung in Theorie und Praxis. Band 30, Nr. 1, 31. März 2021, ISSN 2567-8833, S. 63–68, doi:10.14512/tatup.30.1.63 (tatup.de [abgerufen am 27. Mai 2021]).