Kontrollflussgraph

Ein Kontrollflussgraph ist ein Begriff aus der Informatik und bezeichnet einen gerichteten Graphen, der dazu dient, den Programmablauf eines Computerprogramms zu beschreiben. Kontrollflussgraphen werden unter anderem zur Programmoptimierung eingesetzt.

Aufbau

Jeder Kontrollflussgraph besteht aus

Üblicherweise fügt man zur Knotenmenge zusätzlich einen speziellen Eingangs- und Ausgangsknoten hinzu, für die im Programm keine Anweisungen existieren. Diese entsprechen dem Betreten bzw. Verlassen des entsprechenden Programmabschnitts.

Wenn von einem Knoten mehrere Kanten wegführen (der Knoten also Quelle mehrerer gerichteter Kanten ist), so entspricht das einer Verzweigung. Schleifen finden sich als Zyklen in Kontrollflussgraphen wieder. Beispielsweise zeigt der Zyklus B→C→E→D→B im unten abgebildeten Graph G2⟨V,E,A⟩ an, dass im zugrundeliegenden Computer-Programm eine Schleife enthalten ist.

Beispiele

Kontrollflussgraph G1 mit unerreichbarem Code
Kontrollflussgraph G2 mit Schleife

Im abgebildeten Graphen G1 mit Eingangsknoten A und Ausgangsknoten F existiert kein Pfad vom Eingangsknoten A zum Knoten G. Der Grundblock G stellt damit toten Code dar.

Graph G2 enthält einen Zyklus. Das zugrundeliegende Programm enthält damit eine (implizite oder explizite) Schleife.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ Javad Yousefi: Masking wrong-successor Control Flow Errors employing data redundancy. Hrsg.: IEEE. 2015, S. 201–205, doi:10.1109/ICCKE.2015.7365827 (englisch, archive.org).
  2. ↑ Aho, Alfred V., Aho, Alfred V.: Compilers : principles, techniques, & tools. 2nd ed Auflage. Pearson/Addison-Wesley, Boston 2007, ISBN 0-321-48681-1.