
Krokstadelva ist ein Stadtviertel in der Stadt Drammen in der norwegischen Provinz (Fylke) Buskerud. Gemeinsam mit Stenseth bildet es einen Gemeindeteil der Kommune Drammen mit 8097 Einwohnern (Stand: 2020).
Krokstadelva liegt am Nordufer der Drammenselva, etwa zwölf Kilometer westlich des Stadtzentrums von Drammen. Gemeinsam mit Stenseth stellt es den nordwestlichsten Gemeindeteil der Kommune Drammen dar. Das Stadtgebiet von Drammen, der Tettsted Drammen, ragt jedoch über die Westgrenze der Kommune Drammen hinaus und umfasst auch Hokksund in der Nachbarkommune Øvre Eiker. Krokstadelva entspricht deshalb nicht dem westlichsten Teil der Stadt Drammen.
Auf der gegenüberliegenden Drammenselva-Uferseite liegt Mjøndalen. In Krokstadelva mündet der Krokstadbekken in den Fluss. Der Bach fließt aus dem Nordwesten kommend auf die Drammenselva zu.
Nur das im Süden, entlang der Drammenselva gelegene Gebiet des Gemeindeteils ist dichter bebaut. Im Norden steigt das Terrain auf bis zu über 600 moh. an. Der Gemeindeteil „Krokstadelva, Stenseth“ hat im Vergleich zum Rest der Kommune einen hohen Anteil an Einfamilienhäusern. Der Anteil an Wohnungen in Wohnblöcken liegt unter dem Durchschnitt der Kommune.
Krokstadelva gehörte bis Ende 2019 zur Kommune Nedre Eiker. Diese ging zum 1. Januar 2020 im Rahmen einer landesweiten Kommunalreform in Drammen auf.
Am 17. Juli 2026 um 15:40 Uhr brach in der Siedlung Stenseth ein großes Feuer aus. Dabei wurden innerhalb von kurzer Zeit mehr als 100 Wohnhäuser zerstört oder beschädigt. 400 Bewohner mussten evakuiert werden. Der naheliegende Wald wurde auch vom Feuer erfasst. 60 Feuerwehrleute und sechs Löschhubschrauber beteiligten sich an dem Einsatz. Die Feuerwehr war fast eine Woche im Einsatz. In der Anfangsphase der Löscharbeiten gab es technische Probleme an mehreren Wasserentnahmestellen.
Durch den Süden von Krokstadelva verläuft in Ost-West-Richtung der Fylkesvei 283. Im Osten von Krokstadelva führt er über die Nedre Eiker bru, eine Brücke über die Drammenselva, zur Europastraße 134 (E134). Mit der Mjøndalsbrua gibt es eine weitere Verbindung zwischen Krokstadelva und der E134.
Krokstadelva ist ein Industriestandort. Von Bedeutung war lange vor allem der Betrieb von Mühlen und Sägewerken am Krokstadbekken. Heute ist unter anderem noch Vipo (ehemals Trelleborg Offshore Norway AS), ein Betrieb der Gummibranche, ansässig.
Im Osten des Stadtviertels liegt die Nedre Eiker kirke. Die Holzkirche wurde im Jahr 1860 errichtet und hat 400 Sitzplätze.
Der Name Krokstadelva geht auf den Hof Krokstad zurück. Dessen altnordischer Name war Krákustaðir. Der Name beinhaltet den Männernamen Krókr, der wiederum auf Krähen (norwegisch kråke) zurückgeht. Die Namensbestandteil „-elva“ bedeutet „-fluss“.