Kurt Denzer (* 4. August 1939 in Berlin; † 12. November 2021) war ein deutscher Regisseur und Dokumentarfilmer.
Denzer begann in seiner Schülerzeit in Detmold mit dem Filmen. 1956 gewann er beim Lippischen Amateur-Film-Club-Wettbewerb für einen Kurzfilm einen ersten Preis. Nach Abitur am Leopoldinum Detmold nahm er das Lehramtsstudium in Innsbruck und Kiel auf (deutsche und lateinischen Philologie, Philosophie, Kunstgeschichte). Er blieb als Mitglied der Film-Arbeitsgemeinschaft im Studentenwerk Kiel dem Film verbunden. Die Filmarbeitsgemeinschaft leitete er von 1979 bis 1988.
Nach einer Dissertation zur Filmtheorie (Untersuchung zur Filmdramaturgie des Dritten Reichs) legte er das Staatsexamen ab und arbeitete nach dem Referendariat im Schuldienst.
Von 1988 bis 2004 war Denzer Leiter der Arbeitsgruppe Film der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Bekannt wurde Denzer in den 1990er Jahren mit Dokumentarfilmen über die Wikingersiedlung in Haithabu. Er leitete ab 1993 CINARCHEA – Internationales Archäologie-Film-Kunst-Festival, das in Kiel ausgetragen wurde. Von 1995 bis 1997 war er Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm. 1996 erhielt er die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für Gründungen mehrerer Filminitiativen und seine langjährige Verbandsarbeit.
Filmausrüstung und Bibliothek Denzers sind seit 2019 komplett der Sammlung Stern im Altertumswissenschaftlichen Filmarchiv der Georg-August-Universität Göttingen übergeben.
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| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Denzer, Kurt |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Regisseur und Dokumentarfilmer |
| GEBURTSDATUM | 3. August 1939 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 12. November 2021 |