Kurt Ehrenberg

Kurt Ehrenberg (* 22. November 1896 in Wien; † 6. Oktober 1979 ebenda) war ein österreichischer Paläontologe und Speläologe.

Leben

Ehrenberg studierte seit 1915 an der Universität Wien, unterbrochen durch den Kriegsdienst 1916 bis 1918, wo er 1921 zum Dr. phil. promoviert wurde und habilitierte sich 1923 ebenda in Paläobiologie. Er war von 1923 bis 1936 Assistent von Othenio Abel und heiratete 1924 dessen Tochter. 1929 wurde Ehrenberg tit. außerordentlicher Professor und 1937 außerordentlicher Professor. Zwischen 1942 und 1945 war er ordentlicher Professor der Paläontologie und Paläobiologie und Leiter des Instituts für diese Fächer an der Universität Wien. Am 9. Februar 1942 beantragte Ehrenberg die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Januar 1941 aufgenommen (Mitgliedsnummer 9.025.892). 1945 wurde er im Zuge der Entnazifizierung vom Dienst enthoben und 1947 unter Kürzung des Ruhegehalts in den Ruhestand versetzt. 1953 erhielt er eine Venia legendi für Speläologie an der Universität Wien und hatte für dieses Fach von 1957 bis 1971 einen Lehrauftrag. Er wurde am evangelischen Teil des Wiener Zentralfriedhofs bestattet.

Kurt Ehrenberg erforschte fossile Echinodermen, Spurenfossilien und Fossilisation, insbesondere aber fossile Säugetiere des Pleistozäns.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/7440205
  2. ↑ Roman Pfefferle, Hans Pfefferle: Glimpflich entnazifiziert. Die Professorenschaft der Universität Wien von 1944 in den Nachkriegsjahren. V&R unipress, Göttingen 2014, ISBN 978-3-8471-0275-5, S. 287.
  3. ↑ Grabstelle Kurt Ehrenberg, Wien, Zentralfriedhof, Gruppe N, Nr. 539.
Personendaten
NAME Ehrenberg, Kurt
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Paläontologe und Speläologe
GEBURTSDATUM 22. November 1896
GEBURTSORT Wien
STERBEDATUM 6. Oktober 1979
STERBEORT Wien