Kurt Fauland (* 1. Dezember 1930 in Wien; † 14. Juni 2006 ebenda) war ein österreichischer Komponist und Musiker. Anfangs Interpret von Schubert-Liedern kam er vor allem durch Bruno Lanske zum Wienerlied und trat des Öfteren als Interpret auch zusammen mit seiner Ehefrau Klara (1933–2022) als Duo Fauland auf.
Kurt Fauland wurde am 1. Dezember 1930 in Wien-Meidling geboren, wo er auch aufwuchs und die Schule besuchte. Nach dem Besuch der Pflichtschulen und der abgeschlossenen Lehre erhielt der ehemalige Bauschüler Gesangsunterricht und nahm in weiterer Folge an den von Ernst Gundacker und Prof. Vukovic veranstalteten Studentenaufführungen teil. Wie vielen seiner Schüler ermöglichte er es, durch die Übernahme entsprechender Rollen erste Bühnenerfahrungen zu sammeln und eine gewisse Routine zu entwickeln. So war es auch bei Fauland, der darüber hinaus am Konservatorium der Stadt Wien Gitarren- und Klavierunterricht erhielt und sich nebenbei auch mit den musiktheoretischen Fächern Kontrapunkt und Musiklehre beschäftigte. In den Fächern Oper, Operette und Liedgesang wurde er von den Professoren Strop und Trescher unterrichtet. Unter Hans Fretzer hatte er am Girardi-Theater die Rollen des Schwind im Stück „Das Dreimäderlhaus“ sowie des Giesecke im Stück „Im weißen Rößl“ inne.
Noch bevor Fauland zum Wienerlied stieß, sang er bei Arien- und Liederabenden vorwiegend Schubert-Lieder wie Die schöne Müllerin oder Winterreise. Erst durch die Bekanntschaft mit dem Musiker, Arrangeur und Komponisten Bruno Lanske, der zu einem väterlichen Freund für ihn wurde, fand er zum Wienerlied. Mit Grete „Gretl“ Rubesch hatte der junge Fauland zudem eine Verlegerin an seiner Seite, die ihn bei seiner Arbeit unterstützte. Nachdem er bereits in der Wiener Szene arriviert war, folgten unter anderem Tourneen nach Deutschland, so etwa nach Düsseldorf, München oder Essen. Außerdem nahm er bald darauf auf Vermittlung von Bruno Lanske mit den Orchestern von Erich Benedini und Teddy Windholz seine erste Langspielplatte auf.
Neben zahlreichen Texten und Kompositionen, die er im Laufe der Jahrzehnte schuf, trat er ab 1969 vor allem mit seiner Ehefrau Klara oftmals als Duo Fauland auf, nahm mit ihr Langspielplatten und später auch CDs auf. Das Duo nahm (Stand: 1995/96) neben zahlreichen Singles auch acht Langspielplatten auf. Hinzu kamen noch Fernsehauftritte in Unterhaltungssendungen wie Seniorenclub oder der Heinz-Conrads-Sendung Guten Abend am Samstag. Zum Repertoire des Ehepaars Fauland gehörten Werke zahlreicher Komponisten, darunter Bruno Lanske, Herbert Seiter, Leopold Großmann, Kurt Steiner-Belfanti, Franz Grohner, Fritz Killer und Joe Hans Wirtl. Darüber hinaus komponierte Kurt Fauland selbst rund 150 Lieder, wobei er unter anderem mit Hans Werner, Josef Kaderka, Lea Warden, Karl Sprowaker, Hans Lang, Franz Grohner und Edith Hochmuth zusammenarbeitete. Zudem verfasste er eigene Liedtexte.
Im Laufe seines Schaffens entstanden über 100 gedruckte Werke, wie etwa Die Liab zur Weana Musi, Mir zwa unds Weanaliad, A klaner Hinterhof, Beiß di Zähnd z’samm, k. u. k. Schrammelmarsch oder Das Glück is halt wia a Fliag’n. Außerdem wurde er im Laufe seines Lebens vielfach geehrte, so etwa mit mehreren Auszeichnungen der 1958 gegründeten Wienerlied-Vereinigung „Robert Posch“, deren Ehrenmitglied er auch war. Neben zahlreichen weiteren Auszeichnungen und Ehrungen sind besonders das Goldene sowie das Silberne Verdienstzeichen des Landes Wien hervorzuheben. Er gehörte zahlreichen verschiedenen Wienerlied-Vereinen bzw. -Vereinigungen an, darunter Das Wiener Lied, Wienerlied-Vereinigung „Robert Posch“, 12er Bund, 1. Alt-Wiener Club Meidling, Bund der Berufssänger und diverse Wienerlied-Runden.
Am 14. Juni 2006 starb Fauland nach schwerer Krankheit im Alter von 75 Jahren in seiner Geburts- und Heimatstadt Wien und wurde am 28. Juni 2026 auf dem Wiener Zentralfriedhof (Gruppe: 73, Reihe: 27, Nummer: 36) beerdigt. Seine Ehefrau überlebte ihn um über 15 Jahre, starb am 2. Jänner 2022 im Alter von 88 Jahren und wurde an seiner Seite im Grab am Zentralfriedhof beerdigt. Bis zu seinem Tod hatte er noch mit seiner Ehefrau die Wienerlied-Verantstaltung in der der Volkshochschule Stöbergasse im 5. Wiener Gemeindebezirk betreut.
| Titel | Text | Musik |
|---|---|---|
| A alter Tisch | Kurt Fauland | Franz Grohner |
| A klaner Hinterhof | Kurt Fauland | Lothar Steup |
| Aber dann, geh’n ma’s an | Lothar Steup | Kurt Fauland |
| Beiß die Zähnd z’samm | Josef Kaderka | Kurt Fauland |
| Benzin sauft das Auto | Josef Kaderka | Kurt Fauland |
| Bleibt’s no do | Kurt Fauland, Lothar Steup und Josef Kaderka | Kurt Fauland, Lothar Steup und Josef Kaderka |
| Brüaderl-Marsch | Karl Sprowaker | Kurt Fauland |
| Die Liab zur Weana Musi | Hans Werner | Kurt Fauland |
| Fallt a junges Vogerl aus dem Nest | Josef Kaderka | Kurt Fauland |
| Hat der Wirt an Firta um | Karl Sprowaker | Kurt Fauland |
| k. u. k. Schrammelmarsch | Kurt Fauland | Kurt Fauland |
| Mir hab’n die Deutschmeister | Karl Sprowaker | Kurt Fauland |
| Mit zwa und’s Weanaliad | Josef Hochmuth | Kurt Fauland |
| Prost, daß die Gurgel net verrost | Kurt Fauland | Lothar Steup |
| S‘ hot mei Vater g’sagt | Kurt Fauland | Kurt Fauland |
| So ane wia di | Kurt Fauland, Lothar Steup und Josef Kaderka | Kurt Fauland, Lothar Steup und Josef Kaderka |
| So san ma | Kurt Fauland, Lothar Steup und Josef Kaderka | Kurt Fauland, Lothar Steup und Josef Kaderka |
| Wannst das Glück beim Zipferl hast | Josef Kaderka | Kurt Fauland |
| Wer kane Freunderl’n hat | Kurt Fauland | Hans Lang |
| Wer kan Stammtisch hat | Ernst Buchta | Kurt Fauland |
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Fauland, Kurt |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Komponist und Musiker |
| GEBURTSDATUM | 1. Dezember 1930 |
| GEBURTSORT | Wien, Österreich |
| STERBEDATUM | 14. Juni 2006 |
| STERBEORT | Wien, Österreich |