Kurt Gassen (* 9. November 1892 in Berlin als Otto Gustav Curt Gassen; † 11. April 1981 in Hamburg) war ein deutscher Bibliothekar und Autor.
Kurt Gassen studierte in Freiburg, Berlin und Greifswald Germanistik, Philosophie und Geschichte. 1917 wurde er in Greifswald promoviert und sammelte danach in Berlin und Kiel erste Erfahrungen im wissenschaftlichen Bibliotheksdienst. Dann ging Gassen nach Greifswald und wurde 1937 stellvertretender Direktor der dortigen Universitätsbibliothek. Gassen beantragte am 5. September 1939 die Aufnahme in die NSDAP und wurde zum 1. Januar 1940 aufgenommen (Mitgliedsnummer 7.420.452).
Er wurde im März 1946 aus dem Bibliotheksdienst entlassen. Im Mai 1948 wurde er als „wissenschaftlicher Hilfsarbeiter“ wieder eingestellt. 1951 ging Gassen nach Berlin und wurde 1953 als Bibliothekar an der Deutschen Akademie der Wissenschaften und danach an der Deutschen Staatsbibliothek angestellt.
Die um 1944 entstandene Autobiografie des evangelischen Pfarrers und Schriftstellers Artur Brausewetter wurde infolge des Krieges nicht mehr veröffentlicht, ist jedoch durch Gassen überliefert und als Manuskript aus seinem Nachlass erhalten geblieben.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Gassen, Kurt |
| ALTERNATIVNAMEN | Gassen, Otto Gustav Curt |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Bibliothekar und Autor |
| GEBURTSDATUM | 9. November 1892 |
| GEBURTSORT | Berlin |
| STERBEDATUM | 11. April 1981 |
| STERBEORT | Hamburg |