
Kurt Kaindl (* 1954 in Gmunden) ist ein österreichischer Fotograf, Herausgeber und Kurator. Er lebt und arbeitet in Salzburg.
Kurt Kaindl studierte Germanistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Salzburg und promovierte 1983 zum Dr. phil.; nebenbei absolvierte er eine fotografische Ausbildung am Salzburg College. 1981 war er Gründungsmitglied der Salzburger Galerie Fotohof. Seit 1990 ist er Herausgeber der Edition Fotohof im Otto Müller Verlag, einer Bildbandreihe zur künstlerischen Fotografie, mit Büchern von Inge Morath, Stefan Kruckenhauser, Karl-Markus Gauß und Reinhart Mlineritsch.
Im Rahmen der Buchprojekte Die unbekannten Europäer und Der Rand der Mitte besuchten Kaindl und der österreichische Schriftsteller Karl-Markus Gauß kaum bekannte, meist existentiell bedrohte europäische Volksgruppen: die Aromunen, Arbëresh, Sepharden, Sorben, Gottscheer, Assyrer, Memeldeutschen, Tataren in Litauen, Zipser, Zimbern, Degesi und die Schwarzmeerdeutschen in der Ukraine. Die Bilder dieser Projekte wurden unter anderem in Dresden, Salzburg, Washington, D.C., Wien, Budapest, Bukarest und Hongkong ausgestellt.
Mit dem 2008 begonnenen Langzeitprojekt „Reisen im Niemandsland“ dokumentiert Kaindl die Entwicklung der innereuropäischen Grenzregionen des ehemaligen Eisernen Vorhangs, fotografiert „die durch das ausgedehnte Niemandsland entstandene Landschaft, die verbliebenen, aber auch zerstörten Siedlungen und vor allem die Menschen, die immer noch oder jetzt erst wieder an dieser Grenze leben.“ Ausgestellt wurden die Schwarzweiß-Fotografien mit ausführlichen Bildtexten unter anderem in Attersee am Attersee (2014), Wien (2009) und im Landesmuseum Linz (2014).
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Kaindl, Kurt |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Fotograf |
| GEBURTSDATUM | 1954 |
| GEBURTSORT | Gmunden |