Kurt Martens

Max Alexis von der Ropp: Kurt Martens
Kurt Martens, gezeichnet von Walther Caspari (1901)

Kurt Martens (* 21. Juli 1870 in Leipzig; † 16. Februar 1945 in Dresden) war ein deutscher Schriftsteller. Er hat vorwiegend Romane und Erzählungen verfasst.

Leben

Martens war der Cousin des Verlegers Hans von Weber. Er studierte in Heidelberg, Leipzig und Berlin Jura, Staatswissenschaft und Geschichte und wurde zum Dr. iur. promoviert. 1892 erschien seine erste Veröffentlichung, der Novellenband Sinkende Schwimmer. Ab 1895 war er freier Schriftsteller. 1898 zog er nach München und war freundschaftlich mit Thomas Mann verbunden, mit dem er auch einen regen Briefwechsel führte. Im Sommer 1903 erzählte Martens seinem Duzfreund Mann eine „Casino-Geschichte“, die er während seiner Militärzeit in einem Husarenregiment miterlebt hatte. Dieser notierte einige Stichworte und verwendete sie im November 1903 bei der Niederschrift seiner Erzählung Ein Glück. Bekannt wurde Martens 1898 durch den Roman aus der Décadence. 1897 unterschrieb er die Petition des Wissenschaftlich-humanitären Komitees zur Abschaffung der Strafbarkeit von homosexuellen Handlungen.

Nach den Luftangriffen auf Dresden beging Martens Suizid und wurde auf dem Loschwitzer Friedhof beerdigt. Einer der beiden von dem Gmunder Bildhauer Quirin Roth geschaffenen Posaunenengel auf der Orgel der Dresdner Frauenkirche ist Kurt Martens gewidmet, der andere Victor Klemperer.

Werke

Commons: Kurt Martens – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise

  1. ↑ Thomas Sprecher (Hrsg.): Vom Zauberberg zum Doktor Faustus. Klostermann, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-465-03070-2
Personendaten
NAME Martens, Kurt
KURZBESCHREIBUNG deutscher Schriftsteller
GEBURTSDATUM 21. Juli 1870
GEBURTSORT Leipzig
STERBEDATUM 16. Februar 1945
STERBEORT Dresden