Kurt Pfaffenberg (* 22. Februar 1888 in Halberstadt; † 25. Juni 1971 in Sulingen) war ein deutscher Lehrer und Palynologe.
Pfaffenberg wurde 1888 in Halberstadt geboren, sein Vater war dort Zollassistent. Herangewachsen ist er in Nienburg/Weser, wo er die Volksschule besucht und schon früh in der weiteren Umgebung seinen Heimatraum entdeckt. Nach seiner Ausbildung am Lehrerseminar in Hannover kam er 1909 als Lehrer an die einklassige Schule nach Vorwohlde – heute Sulingen –, die er 41 Jahre nicht verlassen sollte. Er widmete sich heimatkundlichen, moorgeologischen und pollenanalytischen Untersuchungen, besonders der Klärung, des Aufbaus, des Alters und der Entstehungsbedingungen der humosen Ablagerungen in Nordwestdeutschland.
Im Auftrag der Preußischen Geologischen Landesanstalt klärte er in hunderten von Bohrungen und mikroskopischen Untersuchungen in seinem kleinen Labor die Verlandungsvorgänge und das Alter der jüngsten erdgeschichtlichen Ablagerungen in der Umgebung der größten nordwestdeutschen Seen, des Dümmers und des Steinhuder Meers. Mit pollenanalytischen Untersuchungen an nordwestdeutschen Kleinstmooren lieferte er einen Beitrag zur Waldgeschichte des Syker Flottsandgebietes. Er war an der Klärung der Küstensenkung, die für die Erhaltung der Häfen und den Deichschutz der Marschen von entscheidender Bedeutung ist, beteiligt. Er bearbeitete für das Reichsamt für Bodenforschung in Berlin eingehend das Moor des Wurzacher Riedes in Oberschwaben. Sein Herbar mit 1000 Proben aus dem Weserbergland befindet sich in der Bundesforschungsanstalt für Naturschutz und Landschaftsökologie in Bad Godesberg. Die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Arbeiten sind in 25 größeren Veröffentlichungen niedergelegt.
Kurt Pfaffenberg war von 1946 bis 1950 der erste Lehrer des Physikers und Künstlers Otto Lührs.
| Personendaten | |
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| NAME | Pfaffenberg, Kurt |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Lehrer und Palynologe |
| GEBURTSDATUM | 22. Februar 1888 |
| GEBURTSORT | Halberstadt |
| STERBEDATUM | 25. Juni 1971 |
| STERBEORT | Sulingen |