Kurt Reiprich

Kurt Reiprich (* 25. Mai 1934 in Reichenberg, Tschechoslowakei; † 21. Juni 2012 in Leipzig) war ein deutscher Philosoph und Hochschullehrer.

Leben und Wirken

Er war der Sohn des Bäckers Anton Reiprich und dessen Ehefrau Anna und besuchte bis 1945 das Gymnasium in Reichenberg. Danach mussten seine Eltern mit ihm die wiedergegründete Tschechoslowakei verlassen und nach Nohra in Thüringen umsiedeln. Dort schloss er bis 1949 die Grundschule ab und wechselte dann an die Oberschule nach Nordhausen, wo er 1952 das Abitur ablegte und Mitglied der SED wurde. Bis 1957 studierte er im Anschluss an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und erlangte dort den Abschluss als Diplom-Philosoph. Danach arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent und ab 1966 als Oberassistent an der Bergakademie Freiberg. 1962 promovierte er in Jena zum Dr. phil. und 1966 habilitierte er sich an der Humboldt-Universität zu Berlin. Von 1968 bis 1977 war er Professor für Dialektischen und Historischen Materialismus an der Bergakademie Freiberg und im Anschluss am Franz-Mehring-Institut der Karl-Marx-Universität Leipzig. Zum 31. Mai 1990 erfolgte in Zusammenhang mit der Wende und friedlichen Revolution in der DDR seine Abberufung. Er trat mit 55 Jahren in den Vorruhestand. Von 1991 bis 2009 engagierte er sich im Rohrbacher Kreis der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen und war mehrere Jahre Redakteur der Rohrbacher Hefte.

Schriften (Auswahl)

Literatur

Personendaten
NAME Reiprich, Kurt
KURZBESCHREIBUNG deutscher Philosoph und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 25. Mai 1934
GEBURTSORT Reichenberg
STERBEDATUM 21. Juni 2012
STERBEORT Leipzig