Labīd

Labīd ibn Rabīʿa Abū ʿAqīl al-ʿĀmirī (arabisch لبيد بن ربيعة بن مالك أبو عقيل العامري, kurz Labīd oder Labīd ibn Rabīʿa, * um 560; † um 661 in Kufa) war ein Dichter aus dem beduinischen Stamm der Dschaʿfar. Dieser gehörte zu den Banū ʿĀmir b. Saʿsaʿa, die ihrerseits eine Untergruppe des Stammes der Hawāzin waren. Die Dschaʿfar lebten im westlichen Teil des Nadschd.

Der Überlieferung zufolge soll Labīd bereits als junger Mann durch eine im radschāz-Versmaß geschriebene Satire den Fürsten Nuʿmān II. in al-Hīra davon abgehalten haben, seinem Stamm die Gunst zu entziehen.

Im Jahr 630 soll Labīd zum Islam konvertiert sein, nachdem er den Propheten Mohammed in Medina getroffen hatte. Laut Brockelmann weisen einige seiner Gedichte islamische Einflüsse auf, daher nimmt er an, dass Labīd auch nach seiner Konversion weiterhin geschrieben hat.

Die erhaltenen Werke Labīds sind vor allem in seinem Dīwān zusammengefasst. Eine seiner Qasīden wurde außerdem in die Muʿallaqāt aufgenommen, eine Sammlung hochangesehener altarabischer Gedichte.

Literatur

Quellen

  1. 1 2 Fuat Sezgin: Die Geschichte des arabischen Schrifttums. Bd. 2. Brill, Leiden 1975, S. 126.
  2. ↑ Carl Brockelmann: Labīd b. Rabī'a. In: The Encyclopaedia of Islam. New Edition Vol. V. Brill, Leiden 1986, S. 583/4.
Personendaten
NAME Labīd
ALTERNATIVNAMEN Labīd ibn Rabīʿa Abū ʿAqīl al-ʿĀmirī; لبيد بن ربيعة بن مالك أبو عقيل العامري ; Labīd ibn Rabīʿa
KURZBESCHREIBUNG vorislamischer Dichter
GEBURTSDATUM um 560
STERBEDATUM um 661
STERBEORT Kufa