


Ein Laborjournal oder Laborbuch ist ein Notizbuch, in dem die Planung, Durchführung und Auswertung von wissenschaftlichen Experimenten dokumentiert wird. Da die Zuerkennung einer wissenschaftlichen Entdeckung oder eines Patents (in einigen Ländern, z. B. in den USA) davon abhängen kann, wer als erster eine Entdeckung oder Erfindung gemacht hat, gibt es strenge Regeln, wie ein Laborjournal zu führen ist, wobei vom Arbeitgeber bzw. von der Hochschule auch abweichende Regelungen getroffen werden können.
Im Allgemeinen sollte so verfahren werden:
Manche Hochschulen oder Firmen verlangen noch Folgendes:
Das Laborjournal wird zunehmend mit Hilfe eines Computers geführt. Dadurch wird das Laborpersonal besonders vom ständigen Aufschreiben der Messwerte entlastet und durch Zusatzfunktionalitäten unterstützt.
Ein computergestütztes Laborjournal, oder auch elektronisches Laborbuch (ELN), bietet wesentliche Vorteile: Ablese- und Schreibfehler werden vermieden, eine Suchfunktion ermöglicht die schnelle Suche nach Experimenten, Ergebnissen usw. und die fälschungssichere Ablage mit elektronischer Signatur ist möglich. Versuchsparameter, Messdaten und ausgewertete Ergebnisse werden in Protokollblättern mit Tabellen, Textfeldern und xy- oder xt-Diagrammen präsentiert.
Das computergestützte Laborjournal ist meist in eine Laborautomatisierungssoftware integriert. Außerdem ist es möglich durch entsprechende Datenbanksysteme die Eintragungen im Laborjournal allen Mitarbeitern einfach zur Verfügung zu stellen, wobei oft für die anderen oder für alte Daten nur eine Leseberechtigung besteht, was ein versehentliches Löschen der Daten verhindert. Ein elektronisches Laborbuch ist ebenso Teil der Entwicklung zum Paperless Lab. Diese Entwicklung zum Paperless Lab ist einerseits auf dem ökologischen Ansatz der Reduzierung des Papierverbrauchs und anderseits auf der Vermeidung eines Archives für Papierdokumente gestützt.