Ladislaus Conrad (* 28. August 1913 in Siegendorf; † 17. Februar 1944) war ein österreichischer Arzt und Nationalsozialist.
Conrads Vater war Beamter in einer Zuckerfabrik. Nach dem Schulabschluss 1934 in Wien studierte er Medizin an der Universität Wien, wo er 1940 promoviert wurde. 1933 wurde er Mitglied der SA, 1938 wechselte er zur SS. 1934 trat Conrad in die illegale NSDAP ein.
Nach der Promotion zog Conrad nach Wiener Neustadt, wo er als Betriebsarzt in den Wiener Neustädter Flugzeugwerken arbeitete. 1941 wurde er in den NS-Ärztebund aufgenommen. Im gleichen Jahr wurde er Lagerarzt im KZ Mauthausen. Sein Vorgesetzter war hier der SS-Standortarzt Eduard Krebsbach. Zunächst war er im Außenlager Gusen eingesetzt, wo er sich weigerte, Gefangene per Spritze zu ermorden. Ins Hauptlager versetzt weigerte sich Conrad auch hier, Gefangene per Spritze zu ermorden. Beide Male hatte er sich auf seinen hippokratischen Eid berufen, wie Häftlinge nach dem Krieg aussagten. Ob er im Lager Häftlinge getötet hat, ist unklar. Conrad beantragte auch hier eine Versetzung und kam so zu einer SS-Panzerdivision an die Ostfront, wo er im SS-Panzer-Grenadier-Regiment 10 „Westland“ eingesetzt war. 1942 erhielt er das Eiserne Kreuz II. Klasse und wurde zum SS-Obersturmführer befördert.
Im November 1943 verlobte sich Conrad mit Walpurga Brauner, deren Vater NSDAP-Kreisleiter in Eisenstadt war. Eine Hochzeit im Jänner 1944 wurde vom SS-Rasse- und Siedlungshauptamt zunächst nicht genehmigt.
Conrad fiel 1944 in der Kesselschlacht nahe Tscherkassy in der Ukraine.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Conrad, Ladislaus |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Arzt und Nationalsozialist |
| GEBURTSDATUM | 28. August 1913 |
| GEBURTSORT | Siegendorf |
| STERBEDATUM | 17. Februar 1944 |