Landari

Landari (bl. um 670) war als Nachfolger Wechtaris und Vorgänger Rodoalds bis zu seinem Tod Herzog des Friaul.

Die einzige Quelle zu seinem Leben stellt die Historia Langobardorum des Friulaners und Langobarden Paulus Diaconus vom Ende des 8. Jahrhunderts dar. Dieser erwähnt ihn als Nachfolger Wechtaris, der in einer ersten Schlacht gegen Slawen siegte, mit den Worten: „Post hunc Wechtari Landari apud Foroiuli ducatum tenuit. Quo defuncto ei Rodoald in ducatu successit.“ (Historia Langobardorum, liber V, 24); wie Wolfgang Schwarz übersetzt: ‚Auf diesen Wechtari folgte Landari als Herzog in Friaul. Nach seinem Tod übernahm Rodoald das Herzogtum.‘ Somit ist außer dem Namen des Herzogs nur die Tatsache überliefert, dass er dieses Amt bis zu seinem Tod innehatte. Da Paulus nicht erwähnt, ob die Einsetzung Landaris noch unter König Grimoald (662–671) erfolgte, besteht keine Möglichkeit, seine Amtszeit genauer zu datieren.

Quellen

Wikisource: Historia Langobardorum – Quellen und Volltexte (Latein)

Anmerkungen

  1. ↑ Wolfgang F. Schwarz (Hrsg.): Paulus Diaconus: Historia Langobardorum – Geschichte der Langobarden, Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2009, S. 283.
  2. ↑ Insofern ist die Anmerkung bei Harald Krahwinkler: Friaul im Frühmittelalter. Geschichte einer Region vom Ende des fünften bis zum Ende des zehnten Jahrhunderts, Böhlau, 1992, S. 53, eine Übertreibung, wenn er konstatiert: „Von Wechtaris Nachfolger Landari ist nichts als der Name bekannt.“
Personendaten
NAME Landari
KURZBESCHREIBUNG Herzog von Friaul
GEBURTSDATUM 7. Jahrhundert
STERBEDATUM um 670
STERBEORT Cividale