Eine Langzeituntersuchung ist eine methodisch angelegte und oft auch experimentelle wissenschaftliche Studie, die der empirischen Gewinnung von Information (Daten) dient. Sie umfasst einen langen Zeitraum, da sich das zu beobachtende Phänomen selten ereignet oder sich seine Änderung langsam vollzieht. In diesem Untersuchungszeitraum wird der Versuchsaufbau in der Regel nicht verändert.
Es muss zwischen zwei Arten von Langzeituntersuchung unterschieden werden:
Davon abzugrenzen sind andere Langzeitprojekte, beispielsweise in der Kunst:
Langzeituntersuchungen werden in vielen Wissenschaften benötigt und durchgeführt, beispielsweise in Naturwissenschaften, Agrar- und Ingenieurwissenschaften, Medizin, Psychologie und Soziologie. In der Medizin spricht man statt von Langzeit-Studie auch häufig von Kohortenstudie, in der Soziologie dagegen häufig von Längsschnittstudie.
Langzeituntersuchungen stehen vor besonderen, zeitlich bedingten Herausforderungen:
Trotz dieser systemimmanenten Schwierigkeiten werden auf verschiedenen wissenschaftlichen Gebieten Langzeituntersuchungen durchgeführt, weil sie oftmals die einzige Möglichkeit der Verifikation oder Falsifikation von Hypothesen bieten.
Eindrucksvollstes Beispiel sind hierfür vielleicht die Langzeitmessungen unterschiedlicher länderübergreifender Institutionen in der Meteorologie über einen viele Jahrzehnte überspannenden Zeitraum, die inzwischen die Grundlage bilden für die wissenschaftliche Datenbasis zur globalen Erwärmung.
Diese Liste ist erweiterbar um eine Vielzahl weiterer Beispiele von Langzeituntersuchungen aus den Wissenschaften.