| Laportea | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Laportea | ||||||||||||
| Gaudich. |
Laportea ist eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Brennnesselgewächse (Urticaceae). Die 22 bis 36 Laportea-Arten sind pantropisch verbreitet. Laportea-Arten besitzen genau wie die Brennnesseln Brennhaare.

Laportea-Arten sind einjährige bis ausdauernde krautige Pflanzen oder Halbsträucher. Die meisten Arten erreichen Wuchshöhen von 1 bis 1,5 Metern. Die oberirdischen Pflanzenteile sind mit Brennhaaren besetzt, die kürzer als 5 Millimeter sind.
Die wechselständig angeordneten Laubblätter sind in Blattstiel und Blattspreite gegliedert. Ihre pergamentartigen, einfachen Blattspreiten sind schmal-oval bis rundlich und meist grob, gezähnt oder gesägt. Die intrapetiolaren Nebenblätter sind, bis auf an der Spitze, verwachsen und stehen zwischen Blattstiel und Stängel; sie fallen aber meist früh ab.
Die Laportea-Arten sind ein- (monözisch) oder zweihäusig (diözisch) getrenntgeschlechtig. Die Blütenstände stehen seiten- und endständig und bestehen aus rispenartig, manchmal auch traubenartig oder ährenartig angeordneten, locker knäueligen zymösen Teilblütenständen. Die Blüten sind immer eingeschlechtig, wobei bei den meisten Arten alle Blüten eines Blütenstandes dasselbe Geschlecht haben. Wenn es Tragblätter in den Blütenständen gibt, dann sind sie winzig.
Die männlichen Blüten besitzen vier oder fünf gleichartige Blütenhüllblätter und vier oder fünf Staubblätter. Die weiblichen Blüten besitzen zwei oder meist vier Blütenhüllblätter, wobei die äußeren viel kleiner sind als die beiden seitlichen. Der verlängerte oder hakenförmige Griffel bleibt bis zur Fruchtreife stehen.
Die Achänen sind abgeflacht und eiförmig bis halbkugelig.
Die 22 bis 36 Laportea-Arten sind pantropisch verbreitet. Nur wenige Arten kommen auch in Gebieten mit gemäßigtem Klima in Nordamerika und Asien vor (Laportea canadensis oder Laportea cuspidata).
Die meisten Arten wachsen an feuchten Standorten in Wäldern, Dickichten oder Gebüschen, gerne an gestörten Stellen.


Die Gattung Laportea wurde 1826 durch Charles Gaudichaud-Beaupré in Voyage autour du monde, entrepris par ordre du roi, … éxécuté sur les corvettes de S. M. l'Uranie et la Physicienne, pendant les années 1817, 1818, 1819 et 1820; … Botanique, Seite 498 aufgestellt. Der Gattungsname Laportea ehrt den französischen Marineoffizier M. Laporte, der auf dem französischen Forschungsschiff Uranie bei seiner Reise um die Welt von 1817 bis 1820 unterwegs war. Synonyme für Laportea Gaudich. nom. cons. sind: Fleurya Gaudich., Fleuryopsis Opiz, Haynea Schumach. & Thonn., Kermula Noronha, Oblixilis Raf., Sceptrocnide Maxim., Schychowskya Endl., Sclepsion Raf. ex Wedd., Urticastrum Heist. ex Fabr.
Die Gattung Laportea wurde früher deutlich weiter aufgefasst. Man hat viele strauch- und baumförmige Arten in die Gattung Dendrocnide ausgegliedert. Allerdings bleibt die Einteilung dieses Verwandtschaftskreises innerhalb der Familie Urticaceae in die Gattungen Laportea, Dendrocnide, Urera, Girardinia etc. weiterhin ungeklärt. Die Anzahl der Synonyme ist erheblich. Laportea ist polyphyletisch (Wu et al. 2013, Kim et al. 2015) und einige Arten Laportea interrupta sollten überarbeitet werden.
Die Gattung Laportea wird in zwei Sektionen gegliedert: Laportea sect. Laportea und Laportea sect. Fleurya (Gaudich.) Chew.
Es gibt 22 bis 36 Arten in der Gattung Laportea s. str.:
Nicht mehr zu Laportea sondern zur Gattung Dendrocnide gerechnet werden: