| Larak جزیره لارک | ||
|---|---|---|
| Gewässer | Straße von Hormus, Persischer Golf | |
| Geographische Lage | 26° 51′ N, 56° 21′ O | |
|
| ||
| Länge | 10,5 km | |
| Breite | 6,5 km | |
| Fläche | 49 km² | |
| Höchste Erhebung | 81 m | |
| Einwohner | 200 4,1 Einw./km² | |
| Hauptort | Larak Shahri | |
Larak (persisch لارک, DMG Lārak), auch Lark, ist eine Insel im Persischen Golf vor der Südküste Irans.
Die Insel liegt zwischen dem Festland des Iran im Norden und der zum Oman gehörenden Insel Great Quoin (Salāma) im Süden an der mit 38,7 km engsten Stelle der Straße von Hormus. Sie gehört zum Distrikt Larak Rural des Verwaltungsbezirks Qeschm in der Provinz Hormozgan.
Die Gewässer rund um Larak gehören zu den vielfältigsten Korallenriffgebieten im Persischen Golf: Es gibt im Bereich der Insel 37 Arten von Steinkorallen.
Vom frühen 16. bis ins 17. Jahrhundert war die Insel meist Teil des portugiesischen Weltreichs. Die Portugiesen errichteten hier ein Fort.
Im Rahmen der Operation Praying Mantis versenkten Luft- und Seestreitkräfte der United States Navy nahe der Insel Larak am 19. April 1988 durch AGM-84 Harpoon und lasergelenkte Bomben die iranische Fregatte IS Sahand, die zuvor einen Angriffsversuch gegen die amerikanischen Streitkräfte unternommen hatte. Beim Untergang starben 45 iranische Seeleute.
Nur vier Wochen später, am 14. Mai 1988, bombardierten irakische Kampfflugzeuge während des Ersten Golfkrieges den iranischen Ölverladehafen auf der Insel. Dabei versenken sie den britischen Supertanker Burmah Endeavour (231.629 BRT) und schossen den liberianischen Riesentanker Seawise Giant (260.941 BRT), zum damaligen Zeitpunkt der größte Tanker der Welt, in Brand. 16 Seeleute, 14 auf der Seawise Giant und zwei auf der Burmah Endeavour, fanden dabei den Tod. Die Seawise Giant wurde später gehoben und unter dem Namen Happy Giant wieder in Dienst genommen.
Während des Irankriegs 2026 begann der Iran, Öltanker gegen eine Gebühr nördlich der Insel Larak umzuleiten. Diese Route ermöglicht es der Islamischen Revolutionsgarde (IRGC), eine Sichtkontrolle der Schiffe durchzuführen. Am 30. August 2026 zerstörten die US-Streitkräfte laut United States Central Command (CENTCOM) zwei Raketenwerfer der Islamischen Revolutionsgarde auf der Insel Larak, nachdem Vorbereitungen beobachtet worden waren, mit Seeminen bestückte Raketen in Richtung der Straße von Hormus abzufeuern. Nach Angaben des IRGC kamen bei dem Drohnen-Angriff zwei Menschen ums Leben, zwei weitere wurden verletzt.
An der Nordspitze (
) der Insel steht der 2008 errichtete, 40 Meter hohe Leuchtturm „Larak Nord“. Sein Leuchtfeuer mit der Kennung „Fl (2) W 10s“ leuchtet 18 Nautische Meilen (= 33 Kilometer) weit.